{"id":818,"date":"2016-09-18T10:30:47","date_gmt":"2016-09-18T10:30:47","guid":{"rendered":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=818"},"modified":"2019-07-18T13:46:49","modified_gmt":"2019-07-18T13:46:49","slug":"818","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=818","title":{"rendered":"Eine Blumen-Terrasse"},"content":{"rendered":"<p><em>Das G\u00e4stezimmer des Hauses in Gravesano lag im ersten Stock. Im Herbst 2006 liess ich die Seitenwand dieses Raumes durchbrechen. Nun gelangte man durch eine verglaste Balkont\u00fcre auf das flache Dach, welches den direkt darunter liegenden Parkplatz \u00fcberdeckt. Hier konnte ich eine Blumen-Terrasse anlegen.<\/em><\/p>\n<p>Der Kiesbelag wurde entfernt und durch Granitplatten ersetzt. Ein Eisengel\u00e4nder wurde angebracht. Die rankenden Triebe einer weissen, einer violetten und einer rosa bl\u00fchenden Glycinie (Wistaria) haben bereits im ersten Jahr den gr\u00f6sseren Teil eines eisernen Pergola-Ger\u00fcstes \u00fcberdeckt und ich freute mich auf die bevorstehende, farbliche Dreier-Symphonie der herunter h\u00e4ngenden Bl\u00fctentrauben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zur Bepflanzung der Blumen-Terrasse verwendete ich recht grosse Gef\u00e4sse. Im Zentrum dieser Gef\u00e4sse kamen: eine im Vorfr\u00fchling s\u00fcss duftende Mimose, im Topf daneben ein im Sommer hellrosa bl\u00fchender Oleander, im n\u00e4chsten Topf und fr\u00fcher bl\u00fchend &#8222;Cornus florida Rubra&#8220;, weiter die pr\u00e4chtige &#8222;Magnolia liliflora&#8220; (auch &#8222;M. quinquepeta&#8220; genannt), deren Bl\u00fcten aussen kirschrot und innen weiss sind. Eine weitere Zentral-Pflanze war ein immergr\u00fcner &#8222;Ilex aquifolium Aurea Marginata&#8220; mit bemerkenswerten, gelb umrandeten, gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern. Ich hatte ein weibliches B\u00e4umchen gepflanzt. Schon im ersten Winter war es mit einer Menge roter Beeren geschm\u00fcckt.<\/p>\n<p>Ferner hatte es eine &#8222;Photinia Forest Fire&#8220; (auch &#8222;P. Rubens&#8220; genannt), deren neu austreibende Zweige w\u00e4hrend langer Zeit durch leuchtend rote F\u00e4rbung erfreuen, eine &#8222;Forsythia Lynwood Gold&#8220; (die sch\u00f6nste Sorte dieses bekannten Strauches), den klassischen violetten &#8222;Rhododendron catawbiense&#8220; und nicht zuletzt einen &#8222;Acer palmatum Atropupureum&#8220;. Der als Gartenzier besonders dankbare, japanische Ahorn wirkt am sch\u00f6nsten, wenn die von hinten scheinende Sonne seine Bl\u00e4tter in strahlende Rubine verwandelt. Selbstverst\u00e4ndlich konnte ich auch auf dieser Terrasse nicht auf eine Kamelie verzichten. Die Wahl fiel auf \u201eCamellia japonica Nuccios Gem&#8220; mit ihren auserlesen geformten, rein weissen Bl\u00fcten.<\/p>\n<p>Die Zentral-Pflanzen wurden umringt von farblich abgestimmtem Ginster, Lavendel, den \u00fcblichen Blumenzwiebeln der Fr\u00fchjahrsbl\u00fcher, dann im Sommer von Begonien, Gladiolen und Lilien. Im Vorjahr hatte ich unten beim Gartensitzplatz &#8211; neben den T\u00f6pfen mit K\u00fcchenkr\u00e4utern &#8211; auch einige mit Chrysanthemen aufgestellt. Nachdem in verschiedenen Gef\u00e4ssen auf der Terrasse die Bl\u00fcte der Fr\u00fchlingszwiebeln beendet war, zerteilte ich die \u00fcberwinterten Chrysanthemen ( auf Deutsch auch \u201eWucherblume&#8220; genannt- und das mit Recht) in kleine Gr\u00fcppchen und bepflanzte damit alle freigewordenen Stellen.<\/p>\n<p>Die gute Erdmischung erm\u00f6glichte den Chrysanthemen ein geradezu ungeheueres Wachstum. Im Herbst wirkten die runden Gef\u00e4sse wie riesige Bisquit-Becher, mit gewaltigen weissen, gelben und rostroten \u201eGlacekugeln&#8220;, gebildet aus lauter Chrysanthemenbl\u00fcten. Es war ein beeindruckender, gleichzeitig aber ein problematischer Erfolg. Mit ihrem enormen Wuchs haben die Chrysanthemen die jeweils von ihnen eingeschlossenen, noch jungen Zentral-Pflanzen am Wachstum behindert, ja fast erstickt. Ich musste alle Chrysanthemen wieder ausgraben und konnte sie erfreuten Nachbarn schenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das G\u00e4stezimmer des Hauses in Gravesano lag im ersten Stock. Im Herbst 2006 liess ich die Seitenwand dieses Raumes durchbrechen. Nun gelangte man durch eine verglaste Balkont\u00fcre auf das flache Dach, welches den direkt darunter liegenden Parkplatz \u00fcberdeckt. Hier konnte ich eine Blumen-Terrasse anlegen. Der Kiesbelag wurde entfernt und durch Granitplatten ersetzt. 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