{"id":558,"date":"2016-02-18T10:24:02","date_gmt":"2016-02-18T10:24:02","guid":{"rendered":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=558"},"modified":"2019-02-10T10:41:44","modified_gmt":"2019-02-10T10:41:44","slug":"reisen-garten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=558","title":{"rendered":"Zwei Mal &#8222;pensioniert&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>Von 1948 \u2013 1972 verdiente ich 24 Jahre lang Geld f\u00fcr\u00a0meine beruflichen\u00a0T\u00e4tigkeiten. Anschliessend betrachtete ich mich als \u00a0\u201cpensioniert\u201c und startete mein neues Leben\u00a0zusammen mit Adalberto.<\/em><\/p>\n<p><em>Nach einer l\u00e4ngeren Pause begann ich aber wieder mit einer intensiven und verantwortungsvollen T\u00e4tigkeit. Von 1986 \u2013 20l0 organisierte ich Garten-Reisen. Auch diese zweite Karriere hat 24 Jahre gedauert. Die neue Aufgabe bereitete mir viel Freude, wobei allerdings der finanzielle Ertrag wesentlich bescheidener war als bei der vorangegangenen beruflichen T\u00e4tigkeit.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich meiner \u201czweiten Pensionierung\u201c verfasste ich einen R\u00fcckblick. Darin beschrieb ich Reisen, G\u00e4rten und Garten-Reisen und verschickte ich den nachfolgend wiedergegebenen Text als Rundschreiben an Freunde und Bekannte. Es begann mit einem \u201eGedicht&#8220;:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Reisen &#8211; kamen zuerst<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">G\u00e4rten &#8211; kamen sp\u00e4ter dazu.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Aus beiden entstand ein Hobby,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ja eine Leidenschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sie wurden vereinigt<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">und so ergaben sich<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">GARTEN &#8211; REISEN<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">die viele begl\u00fcckten<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">w\u00e4hrend 24 Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dann fand das f\u00fcr mich ein Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Seit Anfang 2011 geniesse ich wieder<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">zwei Lebensfreuden getrennt:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">G\u00c4RTEN UND REISEN<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Seit Beginn des Jahres 2011 &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>bin ich &#8222;pensioniert&#8220;. Anders ausgedr\u00fcckt, ich verrichte keine Arbeit mehr, die als n\u00fctzlich betrachtet wird und f\u00fcr die ich bezahlt werde.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Leute erscheint der neue, mit der Pensionierung beginnende Lebensabschnitt als w\u00fcnschenswerte Befreiung von bisheriger Arbeitslast. F\u00fcr mich war es dagegen gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, dass eine in den vorangegangenen 24 Jahren f\u00fcr mich erfreuliche T\u00e4tigkeit beendet wurde. Sie bestand aus einer gl\u00fccklichen Verbindung meiner beiden liebsten Besch\u00e4ftigungen, dem Hobby Garten und dem Hobby Reisen. Daraus ergaben sich Garten-Reisen als genussreiche, kreative Besch\u00e4ftigung. Doch damit ist jetzt leider Schluss!<\/p>\n<p>Getrennt in zwei unabh\u00e4ngige Hobbies kann ich jedoch in Bezug auf Garten und auf Reisen weiterhin beiden Leidenschaften fr\u00f6nen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reisen &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>begannen schon in fr\u00fchesten Lebensjahren. Als Kind von Emigranten geboren, brachten mich meine Eltern zusammen mit meiner kleinen Schwester Marischa von Dresden nach Kanada. Ein Jahr sp\u00e4ter ging die Reise von dort zur\u00fcck nach Europa, wobei meine zweite Schwester, die in Kanada geborene Karin, als eingewickeltes Baby mitgetragen wurde.<\/p>\n<p>Die Schulzeit verbrachte ich in Basel. Von dort ging es jeden Sommer nach Polen in das Gut meiner Grosseltern, bis der Zweite Weltkrieg diesen Reisen ein Ende bereitete ( ebenso wie dem sch\u00f6nen polnischen Landgut ) .<\/p>\n<p>Das Reisen war nun auf die Friedensinsel Schweiz beschr\u00e4nkt. Ich genoss es, mit dem Velo auf damals praktisch autofreien Strassen das Land zu durchqueren. Vor allem strampelte ich gerne von Basel ins Tessin. Meine Mutter hatte nach dem Tod einer entfernten holl\u00e4ndischen Verwandten eine unerwartete Erbschaft von 1000.- Fr. erhalten. Damit kaufte sie in Porto Ronco ein Grundst\u00fcck in herrlicher Aussichtslage f\u00fcr nur einen Franken pro Quadratmeter, heute geradezu unfassbar. Mein Vater nahm ein Darlehen auf, so konnte unser reizvolles Ferienh\u00e4uschen erbaut werden. Hier entbrannte meine nachhaltige Liebe zum Tessin.<\/p>\n<p>Kaum war der Krieg zu Ende, konnte ich auch ins Ausland Velotouren unternehmen. Mit dem Faltboot paddelte ich von Genf auf der Rhone bis ins Mittelmeer. Sp\u00e4ter steuerte ich ein Auto von New York kreuz und quer durch die U.S.A. bis nach Kalifornien. Mit 4-Rad-Antrieb gelangen mir drei Durchquerungen der Sahara auf verschiedenen Routen. Unvergesslich bleiben die N\u00e4chte im Schlafsack auf dem Sandboden unter dem mit einer Unzahl von Sternen leuchtenden Himmel. In den besiedelten Gebieten sieht man ja davon nur einen kleinen Bruchteil, infolge der von uns verursachten \u201eLichtverschmutzung&#8220;.<\/p>\n<p>Allm\u00e4hlich wurden Flugreisen immer preiswerter und es gab auch stets neue Verbindungen. So konnte ich problemlos auf allen Kontinenten der Erde zahlreiche L\u00e4nder besuchen. Ich unternahm auch eine Reise rund um die Welt, sowie Reisen in die Antarktis und die Arktis. Auf Schiffen genoss ich Flussfahrten. Gr\u00f6ssere Schiffe gestatteten Kreuzfahrten im indischen Ozean, in der Karibik und zu den Golfstaaten. Die immer noch jede Woche veranstaltete Kreuzfahrt ab Dubai kann ich besonders empfehlen. Sie bietet mehr und kostet weniger als ein Aufenthalt ausschliesslich in dieser faszinierenden Stadt, die zu besuchen man dennoch zwei Tage lang Zeit hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Gartenleidenschaft &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>begann etwas sp\u00e4ter als das Reisen, doch auch schon in meiner Jugendzeit. Mein Vater war leidenschaftlicher G\u00e4rtner. Zu dem von meinen Eltern erbauten Haus in Arlesheim bei Basel geh\u00f6rte der von ihm angelegte, 1800 Quadratmeter grosse Garten. Davon teilte mein Vater f\u00fcr mich eine Parzelle ab. Darauf hielt ich Kaninchen, Enten und H\u00fchner. V\u00e4terliche Hinweise halfen mir bei der Bepflanzung. Der Garten sollte vor allem n\u00fctzlich sein, das sch\u00f6ne\u00a0Aussehen war nebens\u00e4chlich.<\/p>\n<p>Damals wurde die \u201eAnbauschlacht&#8220; vorgeschrieben, ein scheussliches Wort. Noch unerfreulicher war f\u00fcr meine Schwestern und mich der damit zusammenh\u00e4ngende \u201eLanddienst&#8220;. Es waren nicht immer sympathische Bauern, denen man helfen musste. Mein Vater dagegen war ver\u00e4rgert, dass er von Amts wegen veranlasst wurde, Kartoffeln im Garten anzubauen anstelle seiner bisher reich tragenden Erdbeer-Pflanzungen. Stolz hatte er vorher grosse Mengen von herrlichen Fr\u00fcchten seiner Frau \u00fcbergeben k\u00f6nnen, die daraus leckere Konfit\u00fcren und Kompotte f\u00fcr den Winter einweckte. Mein Vater klagte, das Gewicht seiner Erdbeeren sei gr\u00f6sser gewesen, als dasjenige auf gleicher Fl\u00e4che produzierter Kartoffeln. Vielleicht hat er sich aber beim W\u00e4gen ein wenig geirrt &#8211; vor lauter \u00c4rger \u00fcber \u00fcber die vorgeschriebene Umstellung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schon im Jahre 1972 &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>beendete ich meine berufliche T\u00e4tigkeit (Die zu Beginn erw\u00e4hnte \u201ePensionierung&#8220; ist eigentlich bereits die zweite und erfolgte erst 40 Jahre sp\u00e4ter).\u00a0Ich \u00fcbergab die 12 Jahre vorher gegr\u00fcndete \u201eWerbeagentur Ruperti&#8220; im H\u00f6hepunkt ihres Erfolges an eine internationale Kette von Werbeagenturen. Damit befreite ich mich von einer zwar faszinierenden, aber zuletzt doch allzu intensiv gewordenen T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Doch bald erschien mir dieses ungewohnte Leben &#8211; ganz ohne feste Besch\u00e4ftigung &#8211; nicht leicht zu ertragen. Ich beschloss, aus meinen Garten-Hobby einen neuen Beruf zu machen. In London erlernte ich \u201egarden design&#8220;\u00a0in der von John Brookes gegr\u00fcndeten Schule, die es heute noch gibt. John Brookes hat viele Preise an der Chelsea Flower Show gewonnen. Weltweit hat keiner der noch lebenden Autoren so viele Gartenb\u00fccher publiziert wie er. Ich war der \u00e4lteste seiner Sch\u00fcler. John und ich sind Freunde geworden. Er kam sp\u00e4ter zweimal nach Italien, um mir dort bei neuen, besonders schwierigen Auftr\u00e4gen zu helfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neben Reisen und der Kreation von G\u00e4rten &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>verfasste ich Artikel mit verschiendenen Themen. Die meisten wurden von der Kulturzeitschrift \u201eDU&#8220; publiziert. Der damalige Chefredaktor, Sascha Draeger, hat mich einmal sogar mit der Gestaltung einer vollst\u00e4ndigen Ausgabe dieser Monatszeitschrift beauftragt. Der Titel lautete \u201eTessiner Baumeister&#8220;. Im Laufe der Zeit mussten unz\u00e4hlige Menschen aus dem einst sehr armen Tessin auswandern und im Ausland Geld verdienen, um davon leben zu k\u00f6nnen. Darunter finden sich einige, dank ihrer T\u00e4tigkeit ber\u00fchmt gewordene Pers\u00f6nlichkeiten: Francesco Borromini, Domenico und Giovanni Fontana, Carlo Maderno. Sie errichteten in Italien pr\u00e4chtige Bauten, die wir heute noch bewundern.<\/p>\n<p>Domenico Trezzini unterbreitete Peter dem Grossen den Plan f\u00fcr die Anlage der Stadt St. Petersburg im sumpfigen Delta der Newa.<\/p>\n<p>Das Material zum Thema &#8222;Tessiner Baumeister&#8220; ist \u00fcberreich. Somit war es f\u00fcr mich relativ einfach, eine interessante DU-Nummer auszuarbeiten.<\/p>\n<p>Auf einer Heimreise aus England ins Tessin machte ich Zwischenhalt in Z\u00fcrich. Sascha Draeger, mein seither verstorbener Freund, hatte mich zu sich nach Hause zum Tee eingeladen. \u00b7Es galt, Ideen f\u00fcr weitere Artikel zu besprechen. Statt dessen konnte ich es nicht lassen, begeistert \u00fcber die von mir besuchten G\u00e4rten in England zu erz\u00e4hlen.\u00a0Zuletzt hat Sascha mich unterbrochen: <em>&#8222;Du Ivan, magg dok mal eene solche Reise fir meene Leser. Mik wirden zwor keene vier Oggsen innen Gardn schlebben&#8220; .<\/em><\/p>\n<p>So entstand im Jahre 1986 meine allererste Gartenreise nach England. Sie erwies sich erfolgreich und wurde im darauf folgenden Jahr wiederholt. Dazu kam eine zweite Du-Leserreise. Bei dieser zeigte ich meinen G\u00e4sten die sch\u00f6nsten G\u00e4rten von Nordfrankreich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>So entstanden die \u201eRuperti-Reisen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Unter diesem Titel habe ich in den folgenden Jahren eine wachsende Zahl von Reisen veranstaltet. Dabei wurden G\u00e4rten in vielen L\u00e4ndern besucht. Ich engagierte Freunde und Bekannte als Helfer\/innen. Sie assistierten mir bei der Leitung der ersten Durchf\u00fchrung einer Reise und betreuten selbst\u00e4ndig sp\u00e4tere Wiederholungen.<\/p>\n<p>Sascha wurde auf den Erfolg der urspr\u00fcnglich von ihm angeregten Reisen neugierig. Ganz ohne &#8222;von Ochsen verschleppt zu werden&#8220; hat er sich freiwillig als Teilnehmer meiner Garten-Reise in die S\u00fcdstaaten der U.S.A. angemeldet und blieb davon begeister.<\/p>\n<p>Nicht nur in Europa konnte \u201eRuperti-Reisen&#8220; zum Besuch von G\u00e4rten veranstaltet werden, sondern auch in China, Japan, Marokko und den U.S.A..<\/p>\n<p>Aber nach 12 Jahren &#8211; die gleiche Zeitspanne wie bei der Werbeagentur &#8211; f\u00fchrte der Erfolg zuletzt zu einer allzu grossen Belastung, obwohl mir die Arbeit immer grosses Vergn\u00fcgen bereitet hat.<\/p>\n<p>Im Jahre 1998 \u00fcbergab ich die technische Organisation an die Reiseagentur Arcatour, die spezialisiert ist auf naturnahe Reisen. Den kreativen Teil betreute ich aber weiterhin. Mit anderen Worten, ich erkundete stets neue Programme. Die entsprechenden Gruppenreisen wurden jeweils im darauf folgenden Jahr von Arcatour unter dem Begriff \u201eKultur und Gartenkunst&#8220; angeboten. Die meisten erwiesen sich als erfolgreich.<\/p>\n<p>Nach weiteren 12 Jahren der Programmierung von Garten-Reisen hat meine Zusammenarbeit mit Arcatour im gegenseitigen Einverst\u00e4ndnis ab Beginn des Jahres 2011 ihr Ende gefunden. Obwohl ich mich noch daran gew\u00f6hnen muss, nun \u201epensioniert&#8220;, also sozusagen nicht mehr \u201en\u00fctzlich&#8220; zu sein, kann ich mich doch gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, diesen letzten Lebensabschnitt erst wesentlich sp\u00e4ter anzutreten als die meisten Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dem Hobby Garten &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>kann ich &#8211; unabh\u00e4ngig von damit verbundenen Reisen &#8211; in zwei winzigen G\u00e4rtchen nachgehen. Das eine befindet sich auf der schattigen und das andere auf der sonnigen Seite meines Hauses im Caslano.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auch Reisen bereiten mir nach wie vor Vergn\u00fcgen.<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt fehlt mir allerding die bisher oft damit verbundene, sch\u00f6pferisch faszinierende und gleichzeitig meist komplihzierte Aufgabe. F\u00fcr Garten-Reisen bem\u00fchte ich mich bisher, m\u00f6glichst viele G\u00e4rten in einer jeweils neuen Gegend zu besuchen und eine geeignete Auswahl zu treffen. Danach musste es gelingen, diese Besuchsziele so aufzureihen, dass die Busfahrten von einem Garten zum n\u00e4chsten m\u00f6glichst wenig Zeit forderten. Zudem versuchte ich, wenn m\u00f6glich gegen Ende eines Programms mit dem Besuch eines ganz besonders sch\u00f6nen und interessanten Gartens eine Steigerung vorzusehen. Es war stets ein lustvolles, kreatives Puzzlespiel um neue, erfolgversprechende Reisen zusammenzustellen. Daraus ergab sich\u00a0f\u00fcr mich eine grosse Befriedigung, wenn es gelang, anderen Menschen Freude zu bereiten und ihnen dabei unvergessliche Erlebnisse bieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jetzt muss ich mich damit abfinden, dass Reisen fortan nur noch meinem pers\u00f6nlichen Vergn\u00fcgen dienen. In diesem diesem Sinne erlebte ich gemeinsam mit Adalberto Marchetti, meinem langj\u00e4hrigen Freund allein vom Jahre 2011:<\/p>\n<p>&#8211; vom 30. Januar &#8211; 7. Februar zusammen mit Maria Pia, unserer gemeinsamen \u00a0Freundin, die Insel Gran Canaria im selbstgesteuerten Mietauto,<\/p>\n<p>&#8211; vom 3. &#8211; 10. M\u00e4rz die von der italienischen Kameliengesellschaft organisierte Gartenreise nach Neapel &#8211; mit einem anschliessenden, unabh\u00e4ngigen Aufenthalt in Rom, als Gast bei dort lebenden Freunden von Adalberto.<\/p>\n<p>&#8211; vom 21. &#8211; 22. April &#8211; den Besuch der \u201eEuroflora&#8220; in Genua<\/p>\n<p>&#8211; vom 14. &#8211; 18. Mai als Mitglieder der Tessiner Vereinigung \u201eAmici dei\u00a0Musei&#8220; die von diesen organisierte Kulturreise nach Trier<\/p>\n<p>&#8211; vom 12. &#8211; 18. Juni nochmals Deutschland mit eine Schiffsreise auf dem Rhein von Basel; unterwegs Besuche von mehreren Kunstmuseen und zuletzt der Deutschen Bundesgartenschau in Koblenz<\/p>\n<p>&#8211; vom 16. &#8211; 27. Juli eine Schiffreise vom St. Petersburg nach Moskau mit der MS Litvinov. Dazu hatten wir auch meine in Frankreich lebende Tochter Anna, meinen Schwiegersohn Dominique und meine Enkelin Nathalie eingeladen. Alle drei waren bisher noch nie in Russland, obwohl beide Eltern von Xenia, der Mutter von Anna, aus Russland stammen.<\/p>\n<p><em>Auch meine Eltern stammen beide aus Russland, Russisch ist meine Muttersprache. Schon zur Zeit des Kommunismus habe ich mehrmals das riesige Sowjetreich bereist und sogar zweimal Reisegruppen nach Russland begleitet. Alle meine vier Grosseltern mussten vor der kommunistischen Revolution aus Russland fliehen. Dort hinterliessen sie unter anderem Textil-Fabriken, eine von ihnen angelegte Bahnlinie im Ural, einen heute noch funktionierenden kleinen Bahnhof vor Moskau, den sie gebaut hatten, um statt mit Pferdekutschen fortan schneller und bequemer aus der Stadt zu ihren Datschen (Wochenend-H\u00e4user) zu gelangen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu diesen geh\u00f6rte eine getreue Kopie der ber\u00fchmten Villa Rotonda von Palladio in Vicenza , zus\u00e4tzlich durch einen k\u00fcnstlichen Sees und ein privates Theater erweitert und dadurch noch mehr verschlimmbessert. Diese monstr\u00f6se Datscha konnte sich Alfred Ruperti, mein gesch\u00e4ftst\u00fcchtiger Grossvaters, zuletzt leisten, nachdem er in jungen Jahren aus Hamburg ausgewandert und in Russland als Kaufmanns-Lehrling ganz klein angefangen hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Reichtum meines Grossvaters entstand haupts\u00e4chlich aus dem Handel mit Tee und Baumwolle, bei dem er es zur f\u00fchrenden Stellung in ganz Russland bringen konnte. Sein einfaches Erfolgsgeheimnis beruhte auf seiner angestammten deutschen Korrektheit. Selbst durch blasses H\u00e4ndesch\u00fctteln vereinbarte Vertr\u00e4ge wurden genau eingehalten, die Rechnungen stets p\u00fcnktlich bezahlt usw. Das galt aber im damaligen Zarenreich als eine sehr ungew\u00f6hnlich Ausnahme ( und w\u00e4re es wohl auch heute noch in diesem Land ). Nach der Enteignung durch die kommunistische Revolution des Jahres 1917 diente die erweiterte, falsche Palladio- Villa als eine der Residenzen von Stalin.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Doch nun zur\u00fcck in die Gegenwart:<\/strong><\/p>\n<p>Vom 5. &#8211; 9. September waren Adalberto und ich Gast bei der anf\u00e4nglich erw\u00e4hnten Maria Pia in ihrer sch\u00f6nen, venezianischen Zweitwohnung. Wir konnte die Biennale ausgiebig besuchen sowie verschiedene andere Freunde und Bekannten in Venedig.<\/p>\n<p>Vom 2. &#8211; 16. Oktober genossen wir eine Badekur auf der Insel Ischia im Wellness-Hotel Floridiana-Terme in Porto d&#8217;Ischia. Alles hat uns sehr gefallen und die gesundheitliche Wirkung war bemerkenswert. Deshalb habe ich bereits eine Wiederholung im Oktober 2012 gebucht.<\/p>\n<p>Vom 25. November &#8211; 4. Dezember unternahmen wir ab Miami mit der riesigen \u201eCamival Liberty&#8220; eine Kreuzfahrt zu weiteren Karibischen Inseln, die wir bei einer vorherigen, \u00e4hnlichen Reise noch nicht besucht hatten.<\/p>\n<p>Die vorangehende Aufstellung k\u00f6nnte den falschen Eindruck erwecken ich sei \u201est\u00e4ndig verreist&#8220;. \u00c4hnlich wie in den vorangegangenen Jahren war ich auch 2011 zusammen gerechnet elf Wochen auf Reisen. Mit anderen Worten, ich bleibe gl\u00fccklich und zufrieden ganze vier F\u00fcnftel meiner Zeit im Tessin, geniesse mein sympasthisches Haus mit den zwei kleinen G\u00e4rten, das milde Klima von Caslano und die sch\u00f6ne Umgebung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Geschrieben Ende 2010. Seither habe ich in gleicher Weise zusammen mit Adalberto immer wieder neue Reisen unternommen<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von 1948 \u2013 1972 verdiente ich 24 Jahre lang Geld f\u00fcr\u00a0meine beruflichen\u00a0T\u00e4tigkeiten. Anschliessend betrachtete ich mich als \u00a0\u201cpensioniert\u201c und startete mein neues Leben\u00a0zusammen mit Adalberto. Nach einer l\u00e4ngeren Pause begann ich aber wieder mit einer intensiven und verantwortungsvollen T\u00e4tigkeit. Von 1986 \u2013 20l0 organisierte ich Garten-Reisen. Auch diese zweite Karriere hat 24 Jahre gedauert. 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