{"id":246,"date":"2016-10-19T15:35:53","date_gmt":"2016-10-19T15:35:53","guid":{"rendered":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=246"},"modified":"2019-07-16T07:29:33","modified_gmt":"2019-07-16T07:29:33","slug":"%e2%80%a8-azoren-insel-san-miguel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=246","title":{"rendered":"\u2028 Azoren-Insel San Miguel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Private G\u00e4rten und Adelsresidenzen, subtropische Gartenpracht, Kraterseen, Walbeobachtung, Fumarolen, Thermalb\u00e4der<\/strong><\/p>\n<p><em>So lautet der Titel des letzten der vielen von mir ausgearbeiteten Reiseprogramme &#8211; und es das bleibt die einzige von mir vorgeschlagene Gruppen-Reise, die bisher noch nicht veranstaltet werden konnte.<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Es w\u00fcrde mich freuen &#8211; scheint mir jedoch wenig wahrscheinlich &#8211; dass jemand diesen Eintrag liest und das Programm verwendet. (Mir gegen\u00fcber w\u00e4re das v\u00f6llig unverbindlich und frei von Autorenrecht).<\/p>\n<p>Individuell Reisende sollten am besten ein Auto mieten, um einige der vorgeschlagenen Sehensw\u00fcrdigkeiten zu besuchen.<\/p>\n<p>Am Schluss dieses Eintrages ist das sch\u00f6ne Hotel erw\u00e4hnt, das ich f\u00fcr die vorgesehene Gruppenreise vorschlagen hatte. F\u00fcr individuell Reisende kann ich ganz besonders die von uns selber ben\u00fctzte, private Unterkunft empfehlen.<\/p>\n<p><strong>Generelle Angaben<\/strong><\/p>\n<p>Die Azoren bestehen aus neun Inseln, die als Vulkane mitten aus dem Atlantischen Ozean aufgetaucht sind. Sao Miguel ist die gr\u00f6sste dieser Inseln und vereinigt in sich alle Natursch\u00f6nheiten des weit auseinander liegenden Azoren-Archipels, das zu Portugal geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Noch sind die Naturparadiese der Azoren als Touristenziel recht wenig bekannt und wurden bisher haupts\u00e4chlich von Trekking- und Wandergruppen besucht. Im Jahren 2012 ist jedoch eine mit Eurogeld erbaute Schnellstrasse entlang der Insel-Nordseite von Sao Miguel er\u00f6ffnet worden, nachdem kurz vorher eine entsprechende Schnellstrasse die S\u00fcdseite der Insel leichter zug\u00e4nglich gemacht hatte. Nun l\u00e4sst sich in absehbarer Zeit ein lebhafter Tourismus erwarten. Momentan ist aber diese Traum-Insel davon noch kaum beeinflusst und kann in ihrer bisherigen nat\u00fcrlichen Sch\u00f6nheit und Ruhe erlebt werden.<\/p>\n<p>Das milde Klima, erzeugt durch den w\u00e4rmenden Golfstrom, in Verbindung mit den fruchtbaren Lava-B\u00f6den, erm\u00f6glicht eine \u00fcppige, subtropische Vegetation. Der \u00fcberwiegende Teil der erstaunlich grossen Pflanzenvielfalt wurde aus fernen L\u00e4ndern eingef\u00fchrt, sei es als Samen in Vogelm\u00e4gen, oder von portugiesischen Seefahrern.<\/p>\n<p>Aush\u00e4ngeschild der Azoren sind Hortensien. Sie s\u00e4umen viele Strassen, aber auch Viehweiden mit weisser, blauer und violetter Bl\u00fctenpracht. Die schier endlosen Hecken m\u00fcssen regelm\u00e4ssig beschnitten werden, da die vor weniger als 200 Jahren hier eingef\u00fchrten Hortensien sonst alles \u00fcberwuchern w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Das von mir vorgeschlagene Programm<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tag 1<\/strong><\/p>\n<p>Nachmittagsflug ab Frankfurt direkt nach Ponta Delgada. Flugdauer 4.30 Stunden. Begr\u00fcssung durch die Reiseleitung. Transfer in 45 Minuten nach Maia. Zimmerbezug im &#8222;Solar de Lalem&#8220;, Abendessen in \u201e0 Gato Mia&#8220;, eines der beliebtesten Restaurants der Insel.<\/p>\n<p><strong>Tag 2<\/strong><\/p>\n<p>Zuerst machen wir einen Spaziergang durch das knapp 2&#8217;000 Einwohner z\u00e4hlende schmucke St\u00e4dtchen Maia. Es findet sich unmittelbar unter dem ehemaligen Herrschaftssitz \u201eSolar do Lalem&#8220; dem es einst geh\u00f6rte und in dem wir wohnen. Maia ist auf der Fl\u00e4che einer Lavazunge erbaut, die sich ins Meer ergossen hat. Durch das herausgeputzte Zentrum ziehen sich enge, malerische Gassen. Sch\u00f6n ist die Kirche mit ihren schneeweissen W\u00e4nden und Verzierungen aus schwarzem, vulkanischen Basalt.<\/p>\n<p>Der Bus bringt uns in wenigen Minuten von Maia zur einstige Tabakfabrik, die von 1871 bis 1988 in Betrieb war. Zur Erinnerung wurde hier das kleine \u201eMuseo do Tabaco&#8220; er\u00f6ffnet. Gezeigt werden u.a. Erntewagen zum Abtransport der Bl\u00e4tter, der Trockenraum (dunkle Tabake wurden \u00fcber Feuer getrocknet) und ein aufschlussreicher Info-Film.<\/p>\n<p>Auf einer landschaftlich besonders sch\u00f6nen Fahrt mit vielen Aussichtspunkten erreichen wir das K\u00fcstenst\u00e4dtchen \u201ePovoacao\u201c auf der \u00f6stlichen S\u00fcdseite der Insel. Hier sind portugiesische Seefahren gelandet und gr\u00fcndeten die erste Siedlung der Insel.<\/p>\n<p>In \u201ePonta da Madrugada&#8220;, einer der reizvollsten Ort der Insel mit herrlichem Blick auf den Ozean, geniessen wir das Mittagessen im Restaurant \u201eGarajau\u201c.<\/p>\n<p>Nach einer Fahrt durch mehrere D\u00f6rfchen gelangen wir zum Fuss des \u201ePico da Vara&#8220; &#8211; dem h\u00f6chsten Berg der Insel &#8211; und besuchen den Naturpark \u201eCaldeiroe\u201c.<\/p>\n<p>Anschliessend fahren wir zum \u201eSalto do Cavalo&#8220; (Pferdesprung), von\u00a0dem aus\u00a0man den gr\u00f6ssten Teil der Insel \u00fcberblicken kann .<\/p>\n<p><strong>Tag 3<\/strong><\/p>\n<p>Langer, abwechslungsreicher Tag in der Hauptstadt Ponta Delgada. Bei einem gem\u00fctlichen Stadtspaziergang besichtigen wir zuerst ,,Igreja Matriz de Sao Sebastiao&#8220;, die zwischen 1533 und 1547 erbaute, architektonisch interessanteste Kirche von Sao Miguel, an der sich alle portugiesischen Stile erkennen lassen.<\/p>\n<p>Danach besuchen wir das 1541 geweihte Klarissenkloster \u201eConvento de Nossa Senhora da Esperanca&#8220;. Hier sehen wir eine Christusfigur aus dem 13. Jh., die als h\u00f6chstes Heiligtum der Azoren verehrt wird. Die Dornenkrone ist mit Edelsteinen besetzt.<\/p>\n<p>Der einstige Adelspalast \u201ePalacio de San&#8217;Ana&#8220; ist heute Residenz des Pr\u00e4sidenten. Wir besuchen den zugeh\u00f6rigen Garten und den Park mit m\u00e4chtigen, alten B\u00e4umen.<\/p>\n<p>Mittagspause im \u201eParque Atlantico&#8220;. Das gr\u00f6sste Einkaufszentrum der Azoren umfasst \u00fcber 100 Gesch\u00e4fte sowie Kinos und Restaurants. Ein Wasserfall ergiesst sich im Innern des Geb\u00e4udes \u00fcber drei Stockwerke. Dar\u00fcber h\u00e4ngt die lebensgrosse Nachbildung eines Wals, zur Erinnerung an den hier einst bedeutenden Wirtschaftszweig. Zu sehen ist auch eines der letzten noch erhaltenen Walf\u00e4nger-Boote.<\/p>\n<p>Am Nachmittag besuchen wir den romantischen \u201eJardim Borghes&#8220;. Er wurde Mitte des 19. Jh. verspielt angelegt und umfasst Teiche, Schluchten, Br\u00fccken und Grotten. Der m\u00e4chtigste unter den vielen B\u00e4umen ist hier ein \u201eFicus elastica&#8220; (Gummibaum), bei uns eine beliebte Zimmerpflanze. Der Stamm hat einen Umfang von \u00fcber 6 m und ist umkreist von m\u00e4chtigen, aus der Erde aufragenden Wurzeln.<\/p>\n<p>Anschliessend besuchen wir den \u201eJardim lose do Canto&#8220;, fr\u00fcher der grosse Privatgarten einer Adelsresidenz. Die Anlage im romantischen Stil des 19. Jh. ist mit vielen exotischen Pflanzen geschm\u00fcckt. Zuletzt besuchen wir noch den Garten der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Abendessen im \u201eColegio 27&#8243;.<\/p>\n<p><strong>Tag 4<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Ribeira Grande&#8220;, die gr\u00f6sste Stadt an der Nordk\u00fcste von Sao Miguel ist im Grunde nichts anderes als ein beschauliches K\u00fcstenst\u00e4dtchen. Wir besichtigen ,,Igreija Matriz de Nossa Senhora da Estrela&#8220;. Die 1517 geweihte Hauptkirche, 1680 durch ein Erdbeben zerst\u00f6rt und wieder aufgebaut, beeindruckt durch ihre erh\u00f6hte Lage \u00fcber dem St\u00e4dtchen. Die nahe gelegene \u201eIgreija do Spirito Santo&#8220; aus dem 18. Jh. hat eine wuchtige, architektonisch besonders reich verzierte Barockfassade.<\/p>\n<p>In der Keramikmanufaktur \u201eCer\u00e4mica Micalense&#8220; k\u00f6nnen wir den Fertigungsprozess von \u201eAzulejos&#8220; verfolgen. Die f\u00fcr Portugal charakteristischen, weissen Kacheln mit blauem Dekor, werden von Hand bemalt und erhalten durch Brennen ihre satte F\u00e4rbung.<\/p>\n<p>\u201eCalderas da Ribeira Grande&#8220; ist eine idyllisch im Gebirge gelegene kleine H\u00e4usergruppe. Im historischen Badehaus aus dem Jahre 1811 kann man sich auf Bestellung heute noch eine der Badewannen mit heissem, schwefelhaltigem Wasser auff\u00fcllen lassen.<\/p>\n<p>Hier geniessen wir ein ungew\u00f6hnliches Mittagessen: in einem Teich sprudelt kochend heisses Wasser empor. An seinem Ufern wird im schwarzen Vulkansand das traditionelle Gericht \u201eCozida&#8220; stundelang gegart. Es besteht aus verschiedenen Fleischsorten zusammen mit Yams und anderem Gem\u00fcse. Die langsam freigesetzten Mineralstoffe ergeben die besondere Geschmacksnote. Wir beobachten den Koch beim Ausgraben der verschlossenen Gef\u00e4sse und geniessen die leckere Speise auf der gegen\u00fcberliegenden Strassenseite im eleganten, modernen Restaurant \u201eCozido das Caldeiras&#8220;.<\/p>\n<p>Am Nachmittag fahren wir nach \u201eLagoa&#8220; und besichtigen dort \u201eCeramica Vieira&#8220;, die wichtigste Keramikmanufaktur der Insel.<\/p>\n<p>Dann besuchen wir \u201eQuinta de Tanque&#8220;, in sch\u00f6nster Aussichtslage. Der Landsitz wurde im Jahre 1583 gegr\u00fcndet und ist heute noch im Besitz von Nachkommen der gleichen Adelsfamilie.<\/p>\n<p>In &#8222;Cabouco&#8220; erreichen wir den pr\u00e4chtiger Adelssitz \u201eQuinta do Pico da Cruz&#8220;. Hier werden die Pferde der ber\u00fchmten Lusitano-Rasse gez\u00fcchtet. F\u00fcr uns wird eine Vorf\u00fchrung \u201eHohe Schule der Reitkunst&#8220; veranstaltet. Dazu wird Portwein und K\u00e4se gereicht.<\/p>\n<p><strong>Tag 5<\/strong><\/p>\n<p>Der Vormittag dient der Walbeobachtung in einem offenen, modern ausger\u00fcsteten Spezialboot. Die Begleiterin, eine Marine-Biologin, gibt interessante Erkl\u00e4rungen in englischer Sprache.<\/p>\n<p>Seit dem Walfang-Verbot beginnen sich die Best\u00e4nde wieder zu erholen. Rund um die Azoren wurden in den letzten Jahren 23 verschiedene Wal-Arten gesichtet, besonders oft der riesige Pottwal. Die Gewissheit, einen Wal aus n\u00e4chster N\u00e4he zu sehen &#8211; bei seinem minutenlangen Auftauchen und von einem prustenden Wasserstrahl begleiteten Atemholen &#8211; wird mit 80% angegeben. Besonders eindr\u00fccklich ist die beim Eintauchen zuletzt sichtbar werdende, riesige Schwanzflosse. Ein ebenso interessantes Fotomotiv sind aus dem Wasser aufspringende Gruppen von Delphinen, die man fast mit Sicherheit zu sehen bekommt.<\/p>\n<p>Mittagessen im \u201eRistorante Atlantide&#8220;, direkt am Hafen von \u201eVila Franca do Campo\u201c. Beim Vulkanausbruch des \u201ePico do Fogo&#8220; (Feuerberg) im Jahre 1522 wurde die ehemalige Hauptstadt der Insel vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt, seither aber wieder aufgebaut.<\/p>\n<p>Wir durchqueren die Insel auf einer Panoramastrasse. Von der jetzigen Passh\u00f6he ragte einst der Vulkan empor, dessen herabfliessende Lavastr\u00f6me \u201eVila Franca do Campo\u201c zerst\u00f6rten. Als die Magmakammer leer war, st\u00fcrzte der Vulkan in sich zusammen. Die \u201eCaldera&#8220; (Vulkankrater) f\u00fcllte sich im Laufe der Zeit 30 m tief mit Regenwasser. Wir geniessen den Blick hinunter auf den malerischen Kratersee \u201eLagoa do Fogo&#8220; (Feuersee). Die Kraterw\u00e4nde stehen unter Naturschutz. Ein vielstimmiges Zwitschern der zahllosen, hier nistenden V\u00f6geln ert\u00f6nt von den Felsen empor.<\/p>\n<p>Die Weiterfahrt bringt uns zur \u201eCaldeira Velha&#8220;. Quellen mit kochendem Wasser blubbern in einer Fumarole. Die heissen D\u00e4mpfen erm\u00f6glichten im engen Tal das Entstehen eines wahren Dschungels aus m\u00e4chtigen Mammutb\u00e4umen und beeindruckend grossen, tropischen Baumfarnen.<\/p>\n<p>Ein kleiner Spaziergang bringt uns zum Ende des T\u00e4lchens. \u00dcber eine Felswand st\u00fcrzt ein 35 Grad warmer Wasserfall in ein Staubecken. Das eisenhaltige Wasser hat die Felsen mit einem rostroten Farbton \u00fcberzogen, ein kr\u00e4ftiger Kontrast zum satten Gr\u00fcn der Vegetation. Inmitten dieser Landschaft von fast unwirklich scheinender Sch\u00f6nheit ist ein Thermalbad ein unvergesslich bleibendes Natur-Erlebnis. Dazu bietet der Wasserfall eine genussvolle Massage .<\/p>\n<p>Zuletzt besuchen wir \u201eCha Gorreana&#8220; und \u201eCha Porto Formoso&#8220;, die beiden einzigen europ\u00e4ischen Teeplantagen. In dichten Reihen bedecken die geschorenen, immergr\u00fcnen Teestr\u00e4ucher (Camellia sinensis) die umliegenden H\u00fcgel. Uralte, teilweise aus der ostindischen Kompanie stammende Maschinen sind in der Teefabrik heute noch im Einsatz und geben Einblick in fr\u00fchindustrielle Produktionstechniken. Im Anschluss an die Besichtigung k\u00f6nnen wir frisch gebr\u00fchte Trinkproben der hier angebauten Sorten von Schwarztee kosten. Man kann diese Teesorten mit ihren leichten, blumigen Aromen auch kaufen ( wiegt im Koffer nicht viel und k\u00f6nnte vielleicht ein nettes Mitbringsel sein).<\/p>\n<p><strong>Tag 6<\/strong><\/p>\n<p>Der Besuch des Tals von Furnas, ein vor langer Zeit erloschener Krater, z\u00e4hlt zu den H\u00f6hepunkten unserer Reise. Heisse, teils schwefelhaltige, teils eisenhaltige Quellen zeugen heute noch vom vulkanischen Ursprung. Zu sehen sind dampfende Fumarolen am Ufer des Sees an der tiefsten Stelle des Kraters.<\/p>\n<p>Das von herrlichen Parkanlagen umgebene St\u00e4dtchen \u201eFurnas\u201c ist eine Mischung aus mond\u00e4nem Kurort und verschlafenem Bauerndorf. Wir besuchen den ausgedehnten Privatgarten \u201eJardim Beatriz do Canto&#8220;. Er wurde Mitte des 19. Jh. im romantischen Stil angelegt.<\/p>\n<p>Das Mittagessen geniessen wir im Kurhaus \u201eTerra Nostra Garden Hotel&#8220;, ein Geb\u00e4ude im besten Stil der Dreissiger Jahre. Den zugeh\u00f6rigen \u201eParque Terra Nostra&#8220; besuchen wir mit einer botanischen F\u00fchrung. Hier hatte im Jahre 1780 der damalige amerikanische Konsul seinen Sommersitz erbaut, umgeben von \u00a02 ha Land. Die Anlage wurde erweitert. Es entstand eine Orangenplantage, die sp\u00e4ter von der portugiesischen Adelsfamilie \u201ePraia e Monforte\u201c zu einem Botanischen Garten umgestaltet wurde.<\/p>\n<p>Der beeindruckende Park umfasst heute 12.5 ha und enth\u00e4lt rund 2&#8217;500 etikettierte, exotische B\u00e4ume und Str\u00e4ucher sowie mehrere spezielle Pflanzensammlungen: Kamelien, Rhododendren, tropische Baumfarne usw. Besonders reichhaltig und interessant ist die umfangreiche Cycas-Kollektion, zweih\u00e4usige Pflanzen, die an kleine Palmen erinnern, wobei die weiblichen Pflanzen grosse, bizarr geformte Samenbeh\u00e4lter entwickeln.<\/p>\n<p>Den wohltuenden, unvergesslichen Abschluss des heutigen Tages bietet ein Thermalbad im grossen Teich mit einer Insel in dessen Mitte. Das von Mineralien gelb gef\u00e4rbte Teichwasser ist 38 Grad warm und wird st\u00e4ndig von heissen Quellen erneuert.<\/p>\n<p><strong>Tag 7<\/strong><\/p>\n<p>Entlang der K\u00fcstenstrasse erreichen wir heute das westliche Ende der Insel. Von \u201eVista do Rei&#8220; auf dem Rand des gr\u00f6ssten Kraters von Sao Miguel geniessen wir den Blick 300 m tief hinunter auf \u201eLagoa Verde&#8220; und \u201eLagoa Azul&#8220;, Es sind zwei Kraterseen, der eine mit gr\u00fcn und der andere mit blau schimmerndem Wasser. Auf der anderen Seite, hier 500 m tiefer liegend, steuert der Ozan weitere Farbt\u00f6ne bei.<\/p>\n<p>Der Bus bringt uns vom Kraterrand wieder hinunter zum K\u00fcstend\u00f6rfchen &#8222;Mosteiros&#8220;. Aus dem Meer erheben sich die Klippen der \u201eIlheus dos Mosteiros&#8220;, \u00dcberreste eines wieder im Meer versunkenen Vulkans, die wie die dunklen Ruinen eines Kloster aussehen (,,Mosteiros&#8220; heisst Kloster). Hier erwartet uns das Mittagessen im Restaurant &#8222;Micaelense&#8220;.<\/p>\n<p>Wir unterbrechen die R\u00fcckfahrt zum Hotel um die Engl\u00e4nderin, Lady Liz Gladwin, zu besuchen, die uns mit berechtigtem Stolz ihren pr\u00e4chtigen Garten zeigen wird.<\/p>\n<p>Der letzte Besuch gilt der \u00e4ltesten und gr\u00f6ssten der hiesigen, einst zahlreichen Ananas-Plantagen. Die Fr\u00fcchte sind kleiner, s\u00fcsser und aromatischer als die bei uns erh\u00e4ltlichen Importe. Ananas aus den Azoren sind heute nur noch in Portugal erh\u00e4ltlich, da die relativ teure Delikatesse von der billigen Konkurrenz aus S\u00fcdamerika verdr\u00e4ngt wurde.\u00a0Wir geniessen Kostproben des hier aus Anans hergestellten Lik\u00f6rs.\u00a0Als violette, rosa, weisse und gelbe Wasserf\u00e4lle \u00fcberwuchern Bougainvillae die Umz\u00e4unung der Plantage.<\/p>\n<p>Etwas fr\u00fcher als an den vorangegangen Tagen kehren wir in unsere sch\u00f6ne Herberge zur\u00fcck, um in Ruhe die Koffer packen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Tag 8<\/strong><\/p>\n<p>Heimflug nach Frankfurt fr\u00fch am Vormittag.<\/p>\n<p><strong>Eine perfekte Unterkunft<\/strong><\/p>\n<p>Zum exklusiven Charakter der vorgeschlagenen Reise z\u00e4hlt die durchgehende Unterkunft im \u201eSolar de Lalem&#8220;. Der beeindruckende, einstige Adelssitz aus dem 18. Jh. mit eigener Hauskapelle bietet einen weiten Blick \u00fcber den Ozean und liegt direkt \u00fcber dem K\u00fcsten-St\u00e4dtchen Maia. Vom deutschen Ehepaar, Gabriele und Gerd Hochleitner, geschmackvoll renoviert und pers\u00f6nlich geleitet, gilt \u201eSolar de Lalem&#8220; als eine der sch\u00f6nsten und sympathischsten Unterk\u00fcnfte der ganzen Insel. (www:solardelalem.com). Ein grosser, subtropisch bepflanzter Garten umgibt das ehemalige Herrschaftshaus sowie die Nebengeb\u00e4ude und ist mit einem modernen Schwimmbad ausgestattet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<pre><strong>Angaben \u00fcber die von mir unternommene Azoren-Reise.<\/strong>\r\n\r\nIm Juni 2012 verbrachten Adalberto und ich zwei Wochen auf der Azoren-Insel San Miguel. Als ungew\u00f6hnlich angenehme Unterkunft stand uns das ganze, zweist\u00f6ckige \u201eBlaue Haus\u201c zur Verf\u00fcgung. Es handelt sich um ein ehemaliges Dienerhaus, das die aus Deutschland stammende, charmante Baronin Christiane von Schnurbein f\u00fcr G\u00e4ste umgestaltet und sehr sch\u00f6n eingerichtet hat. Sie selber wohnt gleich daneben im Herrschaftshaus. Zum Anwesen geh\u00f6rt en herrlicher, subtropischer Garten, bestehend aus zehn unterschiedlich bepflanzten Gartenr\u00e4umen, die durch 6 m hohe Kamelien-Hecken eingefasst sind.\r\n\r\nDieses empfehlenswerte Ferienparadies kann gebucht werden bei Baronin Christiane von Schnurbein, Villa Ox\u00e0la, Sao Vicente Ferrera, San Miguel, Azores.Ihr dortiges Telefon: 0051 296 917 376, oder in Deutschland: 0049 829 23050.\r\n\r\nWir durchquerten die vielgestaltige Insel im gemieteten Auto, das Adalberto auch auf engen, teilweise nicht gepflasterten Fahrwegen perfekt zu steuern verstand, besuchten Ananas-Plantagen, Tee-Plantagen und herrliche G\u00e4rten, fuhren an kurvenreichen, steilen Strassen an Vulkanen empor bis zum Kraterrand und blickten von dort hinunter auf in verschiedenen gr\u00fcnen und blauen Farbt\u00f6nen schimmernde Kraterseen. Aus dem Berginnern str\u00f6mendes, heisses und mineralreiches Wasser erm\u00f6glichte uns Thermal-B\u00e4der in freier Natur. Bei einem Wal-Beobachtungs-Ausflug - weit hinaus aufs Meer - hatten wir das Gl\u00fcck, aus unmittelbarer N\u00e4he eine Walmutter mit ihrem dicht neben ihr schwimmendem Kalb fotografieren zu k\u00f6nnen.<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Private G\u00e4rten und Adelsresidenzen, subtropische Gartenpracht, Kraterseen, Walbeobachtung, Fumarolen, Thermalb\u00e4der So lautet der Titel des letzten der vielen von mir ausgearbeiteten Reiseprogramme &#8211; und es das bleibt die einzige von mir vorgeschlagene Gruppen-Reise, die bisher noch nicht veranstaltet werden konnte.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gaerten"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=246"}],"version-history":[{"count":16,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/246\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1281,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/246\/revisions\/1281"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}