{"id":218,"date":"2016-07-17T14:47:05","date_gmt":"2016-07-17T14:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=218"},"modified":"2019-08-03T13:40:43","modified_gmt":"2019-08-03T13:40:43","slug":"marokko-teneriffa-madeira","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=218","title":{"rendered":"Kreuzfahrt nach Marokko &#8211; Teneriffa &#8211; Madeira"},"content":{"rendered":"<p><em>Unsere Kreuzfahrt mit MSC Fantasia startete und endete in <strong>Genua<\/strong>. Sie dauerte vom Mittwoch, 10. &#8211; Sonntag, 21. Februar 2016.<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Ein Kreuzfahrt in der gleichen Gegend hatten wir bereits im M\u00e4rz 2014 mit dem Schwesterschiff MSC Armonia gemacht. Damals flogen wir aber von Z\u00fcrich nach Las Palmas auf Gran Canaria und von dort wieder zur\u00fcck. In Marokko konnten wir damals nicht nur Casablanca, sondern auch Agadir besuchen. Ausser in Gran Canaria blieb das Schiff bei den Kanarischen Inseln je einen Tag in den H\u00e4fen von Lanzarote und von Tenerife. Beim ersten Aufenthalt in Teneriffa sind wir auf der Ostseite geblieben. Zwei Jahre sp\u00e4ter besuchten wir die viel interessantere Westseite.<\/p>\n<p>In der MCS Fantasia haben eine Balkon-Kabine im 11. Stockwerk, ganz vorne. \u00a0Direkt \u00fcber uns ist das Fitness Zentrum und darunter das Theater. Die Restaurants sind dagegen im hinteren Teil des Schiffs. Erstaunlicherweise haben wir diesmal tats\u00e4chlich einen Zweiertisch zur zweiten Sitzung (20.45) f\u00fcr das Abendessen bekommen, ohne dass ich &#8211; wie gewohnt &#8211; daf\u00fcr k\u00e4mpfen und ein Theater auff\u00fchren muss. Es hat ja nur ganz wenige Zweiertische. An den \u00fcbrigen sitzt man eng zusammengedr\u00e4ngt mit lauter fremden Menschen.<\/p>\n<p>Am <strong>Donnerstag, 11. Februar 2016<\/strong> n\u00fctzen wir den Nachmittagshalt in <strong>Barcelona<\/strong> zu einem neuerlichen Besuch des Aquariums.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 12. Februar 2016<\/strong>: ganzer Tag auf See.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 13. Februar 2016<\/strong>: Das Schiff bleibt von 08.00 &#8211; 22 .00 im Hafen von <strong>Casablanca<\/strong>. Eine der vielen Gruppenausfl\u00fcgen wird angeboten zu den beiden nahe beieinander liegenden St\u00e4dten Azemmour und EI Jadida. (\u20ac 89.90 \u00a0 \u00a0 \u00a0p. P.) Statt an einem der stets umst\u00e4ndlichen und wenig angenehmen Gruppen-Ausfl\u00fcge teilzunehmen, verabreden wir uns mit einem Taxifahrer. Der individuelle Ausflug ist viel erfreulicher und kostet zudem nur rund die H\u00e4lfte, verglichen mit dem vom Schiff angebotenen zu den beide gleichen Orten.<\/p>\n<p>Casablanca ist ( zu unserem Erstaunen) heute eine Stadt mit nicht weniger als vier Millionen Einwohnern. In rund einer Stunde erreichen wir <strong>El Jadida<\/strong>, eine Stadt, die lange Zeit, von 1502 &#8211; 1769, unter portugiesischer Herrschaft stand. Sie wurde im Jahre 2004 von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklariert. Wir besuchen die ummauerten, historische Medina. Diese ist wesentlich kleiner als der ausgedehnte, moderne Teil von El Jadida. In einem vom Taxifahrer vorgeschlagenen, volkst\u00fcmlichen Restaurant geniessen wir &#8211; zusammen mit ihm &#8211; ein wohlschmeckendes, sehr preiswertes Fisch-Mittagessen.<\/p>\n<p>Dann besuchen wir die ebenfalls ummauerte und aus der Zeit der Portugiesen stammende Medina von <strong>Azemmour<\/strong>. Sie liegt direkt am Ufer eines breiten Flusses. Wir werden von einem F\u00fchrer begleitet, der geistig leicht behindert, aber doch nicht l\u00e4stig ist.<\/p>\n<p><strong>Sonntag 14. Februar 2016:<\/strong> auf See.<\/p>\n<p><strong>Montag, 15.\u00a0<\/strong><b>Februar 2016<\/b>: In <strong>Teneriffa<\/strong>, der gr\u00f6ssten unter den Kanarischen Inseln, landen wir in Santa Cruz. Von dort nehmen wir ein Taxi, das uns in einer knappen Stunde von der Ostseite der Insel, nach Puerto de la Cruz auf der Westseite bringt. Es ist die Hauptstad und das ausgedehnte touristische Zentrum von Teneriffa .<\/p>\n<p>Unterwegs geniessen wir die offenbar nicht h\u00e4ufig m\u00f6glichen Ausblicke auf den oft wolkenverhangenen Vulkan &#8222;Monte Teide&#8220;. Mit seine 3718 m ist dies der h\u00f6chste Berg von ganz Spanien. Wir besuchen zuerst den \u201eLoro Parque&#8220;. Er wurde 1972 als Papageienpark er\u00f6ffnet und enth\u00e4lt angeblich die gr\u00f6sste Sammlung von Papageien der Welt. Die Tiere leben aber noch immer in altmodischen K\u00e4figen und konnten uns nicht beeindrucken.<\/p>\n<p>Die gesamte Anlage wurde jedoch im Laufe der Zeit stark erweitert und dabei ist ein \u00e4usserst interessanter Zoo innerhalb eines tropisch wirkenden Gartens entstanden. Man betritt die Anlage \u00fcber eine Br\u00fccke. Sie f\u00fchrt \u00fcber einen Teich, belebt von einer unglaublich grossen Zahl von Kois. Diese bilden eine wimmelnde, fast geschlossene, farbige Fl\u00e4che direkt unter dem Wasserspiegel<\/p>\n<p>Das hiesige \u201ePlanet Penguin\u201c sei das gr\u00f6\u00dfte Pinguinarium der Welt. Im Innern wurde der Lebensraum Antarktis m\u00f6glichst naturgetreu nachgebildet. Eine von Wasser umschlossene Halbinsel wird t\u00e4glich mit etwa zw\u00f6lf Tonnen Schnee berieselt. In der Anlage befinden sich 250 Pinguine, darunter K\u00f6nigspinguine,<br \/>\nEselspinguine, Z\u00fcgelpinguine und Felsenpinguine. Auf einem Laufband umkreisen die Besucher die verglaste Front des Pinguinariums und k\u00f6nnen so die Vielf\u00e4ltigkeit der Spezies Pinguin zu Land und zu Wasser bewundern, sowie zahlreiche Seesterne. Des Weiteren befindet sich hier ein separates Gel\u00e4nde f\u00fcr Humboldt-Pinguine sowie ein 8,5 Meter hoher Glaszylinder, in dem 7\u2019000 kanarische Sardinen schwimmen.<\/p>\n<p>Ausserdem enth\u00e4lt der \u201eLoro Parque&#8220; verschiedene sehenswerte Tiere: z.B. zwei rein weisse Tiger mit schwarzen Streifen, die in einem anderen Zoo zur Welt gekommen sind, dort aber nicht bleiben konnten..<\/p>\n<p>Weitaus am interessantesten ist jedoch der \u201eOrca Ocean&#8220;, gegr\u00fcndet im Jahre 2006. Vier der schwarzen, weiss gefleckten Schwertwale (&#8222;killer whales&#8220;) geben einem massenhaften Publikum eine musikalisch begleitete Show, die wirklich erstaunlich ist! Unter anderem sind die vier Orca so dressiert worden, dass sie gelegentlich mit heftigen Schwanzschl\u00e4gen grosse Mengen von Wasser auf die mit entsprechenden Warnschildern versehenen, vorderste Sitzreihen des ansteigenden Zuschauerraumes spritzen. Wer nicht unbedingt nass werden will, konnte sich f\u00fcr 3 \u20ac eine blaue Plastik-Pelerine kaufe. Es gibt aber viele Touristen, die das nicht n\u00f6tig finden und begeistert schreien, jedes Mal wenn sich ein Wasserschwall \u00fcber sie ergiesst.<\/p>\n<p>Einer der Tierpfleger wurde laut Internet nicht lange nach der Er\u00f6ffnung von \u201eOrca Ocean&#8220; von einem der Wale t\u00f6dlich verletzt. Jetzt aber scheinen die jungen Frauen und M\u00e4nner mit den von ihnen betreuten Tieren ein harmonisches Freundschafts-Verh\u00e4ltnis entwickelt zu haben. Aus dem Internet konnte ich nachtr\u00e4glich auch entnehmen, dass zwei junge Orca in dieser Anlage zur Welt gekommen sind.<\/p>\n<p>Zuhause habe ich die Orca Show im Internet unter \u201eLoro Parque&#8220; nochmals erlebt sowie die ebenfalls erstaunliche Delphin-Show in einem anderen Teil des Zoos, die wir aus Zeitgr\u00fcnden nicht gesehen hatten.<\/p>\n<p>Wir hatten n\u00e4mlich eine Verabredung mit der Taxi-Fahrerin getroffen, wann und wo sie uns wieder abholen sollte. Dies war am Eingang zum \u201eJardin Botanico\u201c, der 1788 als Akklimatisations-Station f\u00fcr tropische Pflanzen gegr\u00fcndet worden ist.<\/p>\n<p>Auch dieser Besuch ist lohnend. Adalberto sagt mir nachher, der Garten habe ihm sogar noch besser gefallen als schon der Zoo. Die Pflanzen sind zwar nicht nach Kontinenten geordnet, wie in es in modernen botanischen Garten \u00fcblich ist, sind aber gut leserlich beschriftet.<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 16. Februar 2016<\/strong>: Wir landen in <strong>Funchal<\/strong>. Es ist erstaunlich wie sehr die Hauptstadt von Madeira sich ausgedehnt und ver\u00e4ndert hat. Der ganze Berghang ist vom Meer aufsteigend in seiner unteren H\u00e4lfte dicht \u00fcberbaut. Obwohl es Februar ist, hat es zahllose Touristen, denn vier Kreuzfahrt-Schiffe sind\u00a0gleichzeitig im Hafen.<\/p>\n<p>Wir fahren mit einem Taxi zur Station der Gondelbahn. Dort wartet eine abschreckend lange Menschenschlange. Wir verabreden deshalb mit einem Taxifahrer, dass er uns zum Botanischen Garten hinaufbringt und dort nach zwei Stunden wieder abholt.<\/p>\n<p>Diese Anlage hatten wir schon besucht, als ich zusammen mit Adalberto ein Programm f\u00fcr Gartenreisen nach Madeira ausgearbeitet und danach mehrmals f\u00fcr Gruppen veranstaltet habe. Der Park wurde 1960 auf dem Gel\u00e4nde der \u201eQuinta do Bon Sucesso\u201c er\u00f6ffnet, welche fr\u00fcher im Besitz der Familie des englischen Kolonialisten William Reid war.<\/p>\n<p>Der Botanische Garten von Teneriffa hat uns wesentlich besser gefallen, als der von Madeira. Hier hat es zwar mehr bl\u00fchende Pflanzen. Doch dieser Garten befindet sich jetzt in staatlichem Besitz und wird nicht mehr so gut gepflegt wie fr\u00fcher von seinem Gr\u00fcnder. Man geht vom Eingang \u00fcber mehrere Terrassen hinunter bis zum Ausgang. Die unterste Terrasse ist bepflanzt mit einer grossen Zahl von Palmen, die aus den verschiedensten Gebieten stammen. Zum Teil hat es interessante, von mir noch nie gesehene Sorten. Es ist \u00e4rgerlich, dass jegliche Beschriftung fehlt, wirklich eine Schande f\u00fcr einen botanischen Garten.<\/p>\n<p>Vom <strong>Mittwoch, 17. &#8211; bis Freitag, 18. Februar 2016<\/strong> bleiben wir durchgehend auf dem Schiff, obwohl wir am Donnerstag im Hafen von <strong>Malaga<\/strong> halten. Es regnet und es ist recht kalt, sodass wir auf den Landgang verzichten.<\/p>\n<p>Am <strong>Samstag, 19. Februar 2016<\/strong> herrscht in<strong> Civitavecchia<\/strong> unerwartet wieder sch\u00f6nes Wetter. Alle auf dem Schiff buchbaren Ausfl\u00fcge f\u00fchren nach Rom. Wir begn\u00fcgen uns dagegen &#8211; wie auch viele andere G\u00e4ste &#8211; mit dem Shuttlebus in die nicht besonders reizvolle Hafenstadt zu fahren. Sie wurde im zweiten Weltkrieg fast vollst\u00e4ndig zerbombt. Das grosse, historische, ins Meer herausragende Fort wurde sorgf\u00e4ltig wieder aufgebaut, kann jedoch nicht besichtigt werden. Es hat ein kleines Museum mit Statuen aus dem antiken Rom, darunter eine grosse, perfekt erhaltene Minerva und einen Apollo aus weissem Marmor, dem ein Arm und ein Bein fehlen, der aber dank seiner Sch\u00f6nheit stark beeindruckt.<\/p>\n<p>Der moderne Stadtteil ist weniger h\u00e4sslich als das Zentrum. Wir machen einen Spaziergang bis zum \u00e4ussersten Ende der am Meeresufer erbauten, gewundenen, breiten Promenade. Es handelt sich um eine architektonisch gut konzipierte, mit vielen Palmen bepflanzte Anlage.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 20. Februar 2016<\/strong>: Die Ausschiffung in<strong> Genua<\/strong> erfolgt mit dem bei Kreuzfahrten auf grossen Schiffen offenbar unvermeidlichen Stress. Trotzdem k\u00f6nnen wir nach \u201enur&#8220; zwei Stunden Wartezeit seit dem vorgeschriebenen Verlassen der Kabine die vom Personal ans Ufer gebrachten Koffer \u00fcbernehmen. Wir fahren mit dem Taxi zum nahen Bahnhof, wo wir das Gep\u00e4ck einstellen. Es erweist sich n\u00e4mlich nicht als m\u00f6glich, unsere in der Schweiz auch f\u00fcr die R\u00fcckreise gekauften Fahrkarten in Genua gegen solche mit einer fr\u00fcheren Abfahrreise einzutauschen!<\/p>\n<p>Wir ben\u00fctzen die viertst\u00fcndige Wartezeit zu einem Besuch des uns bereits bekannten Aquariums. Da es Sonntag ist, m\u00fcssen wir zuerst vor der separat auf dem Platz am Ufer mit mehreren Schaltern aufgestellten Kasse und dann beim Eingang zum Aquarium l\u00e4nger Zeit geduldig Schlange stehen und im Innern herrscht ein wenig erfreuliches Gedr\u00e4nge.<\/p>\n<p>Trotz allem war dieser Besuch sinnvoller, als stundenlang am Bahnhof warten zu m\u00fcssen. Das im Jahr 1992 er\u00f6ffnete Aquarium von Genua galt anf\u00e4nglich als eine Sensation. Obwohl es immer noch interessant ist, wirkt es aber heute bereits ein wenig veraltet<\/p>\n<p>Zusammengefasst: Der Zoo und der botanischen Garten von Teneriffa haben uns zwar begeistert. Gesamthaft gesehen bot uns diese Kreuzfahrt jedoch weniger als andere, die wir bisher erleben konnten. Daran schuld war das oft nicht besonders sch\u00f6ne Wetter und vor allem das Programm, bei dem zu viele der Tage auf See verbracht werden mussten, statt an Land interessante Besichtigungen machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Kreuzfahrt mit MSC Fantasia startete und endete in Genua. Sie dauerte vom Mittwoch, 10. &#8211; Sonntag, 21. 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