{"id":215,"date":"2016-08-19T14:44:14","date_gmt":"2016-08-19T14:44:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=215"},"modified":"2019-07-18T14:13:17","modified_gmt":"2019-07-18T14:13:17","slug":"rhododendron-der-rosen-baum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=215","title":{"rendered":"Rhododendron, der \u201eRosen-Baum&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Wissenswertes \u00fcber seine vielen erfreulichen Eigenschaften,\u00a0<span style=\"line-height: 1.6471;\">aber auch \u00fcber gewisse Probleme:\u00a0<\/span><\/strong><\/em><em>Aus dem griechischen Wort f\u00fcr Rose \u201erhodos&#8220; und dem Wort f\u00fcr Baum \u201edendron&#8220; entstand der botanische Begriff &#8222;Rhododendron&#8220;. Er umfasst \u00fcber 1000 verschiedene Arten. Die meisten davon sind in Asien heimisch, einige wenige in Nordamerika und Europa. In S\u00fcdamerika und Afrika fehlen sie dagegen v\u00f6llig.<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Trotz ihres Namens bilden Rhododendren normalerweise keine B\u00e4ume sondern B\u00fcsche. In den G\u00e4rten n\u00f6rdlich der Alpen finden sich meist Exemplaren von 1 &#8211; 2 Metern H\u00f6he. Hier im Tessin gedeihen bis zu 5 &#8211; 6 m hohe B\u00fcsche. Durch Wegschneiden der Seiten\u00e4ste entstehen auch eigentliche B\u00e4ume mit nur einem Stamm. Daf\u00fcr sind &#8222;Rh. arboreum&#8220; und &#8222;Rh. falconieri&#8220; besonders geeignet. Exemplare bis zu \u00a012 &#8211; 15 m kann man in englischen P\u00e4rken bewundern. In ihrer urspr\u00fcnglichen Heimat k\u00f6nnen Rhododendren sogar bis zu 30 m hoch werden.<\/p>\n<p>Zu dem in der Schweiz wild vorkommenden &#8222;Rhododendron ferrugineum&#8220; (bekannt als &#8222;Alpenrose&#8220;) haben sich im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte in unseren G\u00e4rten immer mehr neue Arten zugesellt. Die Einwanderer stammen in erster Linie aus dem Fernen Osten. Besonders viele Arten gedeihen dort wild an den H\u00e4ngen des Himalaya bis zu einer H\u00f6he von 5000 m. &#8222;Rh. ponticum&#8220; ist offiziell die Nationalblume von Kaschmir,\u00a0&#8222;Rh. arboreum&#8220; diejenige\u00a0von Nepal und &#8222;Rh. niveum&#8220; der indischen Provinz Sikkim. Ferner sind viele andere Rhododendren-Arten auch in S\u00fcdchina, Korea, Japan und Taiwan heimisch.<\/p>\n<p>Auf der Gebirgskette der Appalachen dominiert der &#8222;Rh. catawbiense&#8220;. Er ist auf der Flagge von West Virginia als Staatsblume abgebildet. In Europa sind diese grossen, violett bl\u00fchenden B\u00fcsche vor allem in alten Parkanlagen zu finden. Nach der \u00dcberquerung des Atlantischen Ozeans ist der &#8222;Rh. catawbiens&#8220; zuerst in Grossbritannien heimisch geworden. Viele l\u00e4ndliche Strassen sind dort in Fr\u00fchling durch die bl\u00fchenden Hecken dieser \u00fcppig wachsenden Art geschm\u00fcckt.<\/p>\n<p>Entlang der Westk\u00fcste von Irland und Schottland finden sich ganze W\u00e4lder mit verwilderten Rhododendron-Arten, z.B. &#8222;Rh. ponticum&#8220;, die als invasive Neophyten eine Gefahr f\u00fcr die Artenvielfalt darstellen und das einheimische Unterholz verdr\u00e4ngen. Auch auf Wiesen k\u00f6nnen sich Rhododendren unbehindert ausbreiten, denn sie werden als giftige Pflanzen von den weidenden Tieren umgangen. Damit die Wiesen erhalten bleiben, m\u00fcssen stellenweise die l\u00e4stig wuchernden B\u00fcsche entfernt werden, obwohl sie uns so sch\u00f6n erscheinen. Das ist keineswegs einfach, denn aus verbleibenden Wurzelteilen bilden sich bald wieder neue Pflanzen. Deshalb m\u00fcssen oft sogar chemische Mittel zur Bek\u00e4mpfung eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Ungeachtet ihrer Giftigkeit sind Rhododendren sehr beliebte Gartengew\u00e4chse. Dabei ist zu erw\u00e4hnen, dass viele andere, h\u00e4ufig verwendete Garten- und Zimmerpflanzen wesentlich toxischer sind, beispielsweise Goldregen (Laburnum), Taxus, Oleander, Brugmansia (fr\u00fcher als Datura bekannt) usw. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass bei vielen Rhododendren das giftige Grayanotoxin nicht nur in den Bl\u00e4ttern, sondern auch im Nektar und im Pollen sitzt. Es sind bei Menschen Vergiftungen durch \u00fcberm\u00e4ssigen Genuss des Honigs aus dem Nektar der rostbl\u00e4ttrigen Alpenrose &#8222;Rh. ferrugineum&#8220; bekannt geworden. Auch bei Weidetieren sind Vergiftungen aufgetreten. Insbesondere f\u00fcr Pferde sind Rhododendren gef\u00e4hrlich. Nach dem Verzehr von Bl\u00e4ttern k\u00f6nnen sie in wenigen Stunden umkommen. Allerdings wird Rhododendron von Pferden gemieden, solange sie andere Futterquellen haben.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit den heimischen Alpenrosen ist \u00fcbrigens dringend abzuraten, sie aus dem Gebirge \u201emitzunehmen&#8220;. Nicht nur sind diese Pflanzen naturgesch\u00fctzt, sie k\u00f6nnen auch bei bester Pflege in tiefer liegenden G\u00e4rten selten \u00fcberleben.<\/p>\n<p>Alle Rhododendren-Arten wurzeln sehr flach. Sie haben einen Ballen aus lauter feinen Wurzeln. So lassen sie sich auch in gr\u00f6sseren Exemplaren problemlos verpflanzen. Sofern sie mit der Zeit zu sehr wuchern, k\u00f6nnen sie ruhig stark zur\u00fcckgeschnitten werden und treiben dann wieder aus. In geeignete (saure) Erde gepflanzt sind Rhododendren nicht nur im Gartenbeet, sondern auch als Topfpflanzen empfehlenswert.<\/p>\n<p>Im Laufe der Zeit entstanden aus Kreuzungen verschiedener Arten eine riesige Zahl sogenannte \u201esports&#8220;. Es handelt sich dabei um spontan auftretende, neue Farben und Formen. Erfreulich scheinende Eigenschaften lassen sich durch vegetative Vermehrung erhalten.<\/p>\n<p>\u00dcber 28 000 benannter Hybriden hat die englische Royal Horticultural Society in ihrem &#8222;International Rhododendron Registry&#8220; aufgelistet.<\/p>\n<p>Die meisten Arten der &#8222;Rosenb\u00e4ume&#8220; sind immergr\u00fcn. Sie bilden deshalb im<br \/>\nGegensatz zu den eigentlichen Rosen auch im Winter eine Zier im Garten. Die Farbenvielfalt der Rhododendren-Bl\u00fcten ist enorm und umfasst &#8211; im Gegensatz zu Rosen &#8211; auch Blau. Dies findet sich in verschiedenen T\u00f6nungen speziell bei den Unterarten der aus China stammenden &#8222;Rh. augustoni&#8220;.<\/p>\n<p>Die meisten Menschen lieben Rosen, was auch f\u00fcr zahllose Insekten gilt. Viele davon haben sie geradezu &#8222;zum Fressen gern&#8220;. Ohne regelm\u00e4ssige Giftspritzungen bleibt deshalb ein Rosengarten meist recht unansehnlich. Anders ist die Situation beim Rhododendron, der sich mit den ihm innewohnenden Abwehrstoffen nicht nur &#8211; wie schon erw\u00e4hnt &#8211; vor Weidetieren, sondern auch vor fressgierigen Insekten selber zu sch\u00fctzen weiss.<\/p>\n<p>Als Sch\u00e4dling kann jedoch gelegentlich der gegen\u00fcber diesen Abwehrstoffen unempfindliche Dickmaulr\u00fcssler (Curculionidae) auftreten, der nachts runde L\u00f6cher in die Bl\u00e4tter frisst. Das sieht nicht sch\u00f6n aus, ist aber noch relativ harmlos. Wirklich gef\u00e4hrlich sind dessen Larven, die an den feinen Wurzeln nagen. Das geht so lange bis man die vom Wurzelballen weitgehend befreite und zum Tode verurteilte Pflanze leicht von Hand aus der Erde ziehen kann.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher gab es wirksame chemische Abwehrmittel, die aber wegen ihrer allzu grossen Giftigkeit aus dem Verkehr gezogen werden mussten. Bek\u00e4mpfen kann man den Dickmaulr\u00fcssler wenn man sich nachts in den Garten begibt und durch Sch\u00fctteln der Zweige die an der Unterseite der Bl\u00e4tter fressenden K\u00e4fer in einem bereitgehaltenen Gef\u00e4ss auff\u00e4ngt. Da aber jeder einzelne K\u00e4fer bis zu 1000 Eier an dem Wurzelhals der Wirtspflanze ablegt, ist diese Methode nicht nur umst\u00e4ndlich, sondern auch nur beschr\u00e4nkt wirksam. Man wird ja sicher nicht aller K\u00e4fer fangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ebenfalls beschr\u00e4nkt wirksam ist die biologische Bek\u00e4mpfung mit Nematoden (Fadenwurm) der Gattung Heterorhabditis, der ein Bakterium ausscheidet, das die Larven abt\u00f6tet. Die im Fachhandel erh\u00e4ltlichen Nematoden sind recht teuer. Sie k\u00f6nnen auch nur zu gewissen Zeiten und bei der richtigen Bodentemperatur erfolgreich eingesetzt werden. Nun hat unl\u00e4ngst die Firma Maag ein spezielles Produkt zur Bek\u00e4mpfung der K\u00e4fer und auch der Larven des Dickmaulr\u00fcsslers zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt gebracht. Es heisst \u201eMarshal&#8220; und ist, als Giessmittel angewendet, auch zur Vernichtung von Engerlingen geeignet.<\/p>\n<p>Was den Duft betrifft, so sind in dieser Beziehung die Rosen den Rhododendren \u00fcberlegen, die meist keinen oder nur einen schwachen Duft aufweisen. Allerdings gibt es bemerkenswerte Ausnahmen, so den &#8222;Rh. luteum&#8220;, dessen intensiver Wohlgeruch auch aus Entfernung sp\u00fcrbar ist und einen ganzen Garten verzaubern kann. Der &#8222;Rh. luteum&#8220; ist zudem dank seinen \u00fcppigen, gelben Bl\u00fcten empfehlenswert. Er geh\u00f6rt zur Unterart Azaleen, ist laubabwerfend und &#8211; auch dies f\u00fcr Rhododendren ungew\u00f6hnlich &#8211; bevorzugt einen sonnigen Standort.<\/p>\n<p>Oft sind die meist in dichten Dolden erscheinenden Bl\u00fcten der Rhododendren zweifarbig. Helle Bl\u00fcten sind vielfach im Schlund mit farbigen Flecken geziert. Aus Japan stammen der unvergleichlich sch\u00f6ne &#8222;Rh. yakushimanum&#8220;, von dem seit nicht allzu langer Zeit mehrere Sorten auch bei uns erh\u00e4ltlich sind. Seine dichten Dolden fallen auf durch deutlich verschiedene Farben unter den darin gemischten Bl\u00fcten. Die Knospen k\u00f6nnen beispielsweise rot sein, w\u00e4hrend offene Bl\u00fcten rosa und \u00e4ltere bereits weiss geworden sind. Die Bl\u00e4tter von &#8222;Rh. yakushimanum&#8220; haben eine Unterseite mit silberweisser oder gelber, filziger Behaarung. Diese Rhododendren Art wird nicht besonders gross und ist \u00e4usserst empfehlenswert.<\/p>\n<p>Infolge ihrer unterschiedlichen Herkunft unterscheiden sich die Rhododendren in Bezug auf ihre Winterh\u00e4rte, wobei sich nur der kleinere Teil f\u00fcr die klimatischen Bedingungen n\u00f6rdlich der Alpen als geeignet erweist. Aber selbst von diesen steht Liebhabern der sch\u00f6nen Pflanzen eine riesige Auswahl zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Eine interessante Eigenschaft der Rhododendren besteht darin, dass sie &#8211; anders als die meisten \u00fcbrigen Pflanzen &#8211; die N\u00e4hrstoffe nicht nur \u00fcber feine Haarwurzeln an den Wurzelspitzen aufnehmen, sondern \u00fcber ihren gesamten Wurzelballen. Er besteht n\u00e4mlich ausschliesslich aus feinen Haarwurzeln. Das Fehlen von langen Pfahlwurzeln oder eines auswuchernden Wurzelsystems erm\u00f6glicht es, sogar grosse Exemplare problemlos zu verpflanzen.<\/p>\n<p>Dank dem kompakt bleibenden Wurzelballen sind Rhododendren auch ideale K\u00fcbelpflanzen. Wird nicht regelm\u00e4ssig gegossen, trocknen allerdings die feinen Wurzeln leicht aus, wogegen sie bei st\u00e4ndiger N\u00e4sse zu faulen beginnen. Es ist ratsam, die dicht unter der Erdoberfl\u00e4che befindlichen Wurzeln mit einer Schicht gehackter Rinde (sogenanntem \u201eMulch&#8220;) abzudecken. Damit sind sie vor zu schnellem Austrocknen gesch\u00fctzt. Auch das Auftreten von Unkraut wird weitgehend unterbunden und das Beet sieht sch\u00f6ner aus. Im Laufe der Zeit zersetzt sich die Mulch-Schicht und bildet einen wertvollen Kompost.<\/p>\n<p>Die meisten Rhododendren-Arten sind auf saure B\u00f6den angewiesen. Die Erde sollte einen Gehalt zwischen 4,5 und 5,5 Ph aufweisen. Als neutral gelten B\u00f6den mit 6.8 Ph. Bei h\u00f6heren Zahlen handelt es sich um kalkhaltige B\u00f6den, die fast \u00fcberall in der Nordschweiz und speziell im Gebiet des Jura anzutreffen sind. In den dortigen G\u00e4rten sollten-deshalb Rhododendren am besten in speziellen Beeten mit sogenannter Moor-Erde gepflanzt werden, was allerdings etwas umst\u00e4ndlich ist. (Der Begriff Moor-Erde ist f\u00fcr<strong> saure<\/strong> Erde g\u00fcltig, und darf nicht mit <strong>nasser<\/strong> Erde missverstanden werden). Diese f\u00fcr Rhododendren idealen B\u00f6den sind in Mooren im Laufe der Zeit durch immer wieder neue Lagen von absterbenden Pflanzen entstanden. So kann sich \u00fcber einer kalkhaltigen Unterlage gelegentlich auch eine Schicht von saurer Komposterde bilden. Ein solches Beispiel ist der vielbesuchte Rhododendren-Park im Seleger Moor bei Rifferswil \/ ZH.<\/p>\n<p>Leitungswasser kann f\u00fcr das Bew\u00e4ssern von Rhododendren problematisch werden, besonders falls es kalkhaltig ist. Dabei erh\u00f6ht sich das Ph der Erde, die sich mit dem f\u00fcr diese Pflanzen so sch\u00e4dlichem Kalk anreichert. Ideal ist dagegen &#8211; falls die M\u00f6glichkeit besteht &#8211; aufgefangenes, kalkfreies Regenwasser, oder Wasser aus einem Gartenteich zu ben\u00fctzen. Solches Wasser bietet auch einen weiteren Vorteil: es hat die gleiche Temperatur wie die Umgebung der Pflanzen, w\u00e4hrend das Leitungswasser meist k\u00e4lter ist. Zudem ist die Vernichtung der Keime durch Chlorbeigaben im Leitungswasser f\u00fcr uns Menschen und auch f\u00fcr Tiere kaum bemerkbar, wird jedoch von Pflanzen keineswegs gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Die zarten Rhododendren-Wurzeln ben\u00f6tigen einen lockeren, durchl\u00fcfteten Boden, der die Feuchtigkeit gut speichern kann. Er darf aber nicht richtig nass sein. Bei zu feuchtem oder alkalischem (kalkhaltigem) Untergrund empfiehlt es sich, die Rhododendren in ein erh\u00f6htes, mit einer speziellen (sauren) Kompostmischung gef\u00fclltes Beet zu pflanzen.<\/p>\n<p>Die meisten Arten stammen aus Waldgebieten und bevorzugen daher halbschattige, zumindest aber vor der heissen Mittagssonne und vor starkem Wind gesch\u00fctzte Pl\u00e4tze. Bevor im Fr\u00fchling die \u00fcberreiche Bl\u00fcte ganz beendet ist, treiben schon die neuen Triebe kr\u00e4ftig aus. Dabei wird fast jede Bl\u00fctendolde von einigen der frischgr\u00fcnen Sprossen umrahmt. Damit sich diese ganz ungehindert entwickeln k\u00f6nnen, ist es von Vorteil, die dazwischen verbliebenen Bl\u00fctendolden auszubrechen. Indem man die Pflanzen von den braun gewordenen, verwelkten Bl\u00fcten befreit, verleiht man ihnen zudem ein sch\u00f6neres Aussehen. Solche Pflegemassnahmen sind allerdings nicht unbedingt n\u00f6tig. Bei gr\u00f6sseren B\u00fcschen wird man sich diesen Arbeitsaufwand meistens ersparen.<\/p>\n<p>Es ist wichtig zu wissen, dass Rhododendren im Laufe des Jahres nur eine kurz, daf\u00fcr aber sehr intensive Vegetationsperiode haben. Diese bleibt auf die Zeit kurz vor und kurz nach der Bl\u00fcte beschr\u00e4nkt. Nach dem starken Austrieb l\u00e4sst sich nur noch ein langsames Wachstum mit einer allm\u00e4hlichen Knospenbildung f\u00fcr das kommende Jahr beobachten. Es ist deshalb nicht nur m\u00f6glich, sondern sogar empfehlenswert, Rhododendren w\u00e4hrend ihrer Bl\u00fctezeit zu versetzen, weil sie sich unmittelbar anschliessend kr\u00e4ftig entwickeln und deshalb besonders gut anwachsen. Im Gegensatz zu anderen Gartenpflanzen kann man die Rhododendren in ihrer sch\u00f6nsten Bl\u00fctezeit beim G\u00e4rtner ausw\u00e4hlen und gleich mitnehmen.<\/p>\n<p>Die meisten Gartenpflanzen sollte man dagegen ausserhalb ihrer Bl\u00fctezeiten versetzen. Bei der Auswahl in der G\u00e4rtnerei ist man deshalb auf Beschreibungen oder Abbildungen angewiesen. Leider entsprechen die Farbbilder, besonders in den Versandkatalogen, der Wahrheit oft nur wenig. Mit dem Computer ist es ja heute sehr einfach, die Farben und sogar die Formen der fotografierten Blumen zu ver\u00e4ndern und zu &#8222;versch\u00f6nern&#8220;. Will man ganz sicher gehen, so ist man darauf angewiesen, bl\u00fchende Containerpflanzen auszuw\u00e4hlen, diese zuhause in ihrem Topf so lange zu pflegen, bis sie vollst\u00e4ndig abgebl\u00fcht sind und dann erst zu pflanzen.<\/p>\n<p>Bei den in voller Bl\u00fcte ausgew\u00e4hlten Rhododendren sollte man jedoch die Willenskraft haben, auf das erste Bl\u00fctenwunder zu verzichte. Man bricht beim Einpflanzen alle Dolden aus, damit sich die jungen Triebe gleich frei entwickeln k\u00f6nnen. Falls mehrere Rhododendren gekauft werden, ist es jedoch ratsam, wenigstens eine der Dolden stehen zu lassen, um Verwechslungen bei der geplanten Anordnung zu vermeiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Von Iv\u00e0n Ruperti geschrieben im Jahre 2012<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenswertes \u00fcber seine vielen erfreulichen Eigenschaften,\u00a0aber auch \u00fcber gewisse Probleme:\u00a0Aus dem griechischen Wort f\u00fcr Rose \u201erhodos&#8220; und dem Wort f\u00fcr Baum \u201edendron&#8220; entstand der botanische Begriff &#8222;Rhododendron&#8220;. Er umfasst \u00fcber 1000 verschiedene Arten. Die meisten davon sind in Asien heimisch, einige wenige in Nordamerika und Europa. 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