{"id":1310,"date":"2016-01-14T16:45:51","date_gmt":"2016-01-14T16:45:51","guid":{"rendered":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=1310"},"modified":"2019-08-02T19:26:02","modified_gmt":"2019-08-02T19:26:02","slug":"abdankung-madja-ruperti","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=1310","title":{"rendered":"Rede zur Abdankung von Madja Ruperti"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><i><span lang=\"DE-CH\">Sascha Draeger war ein langj\u00e4hriger Freund von mir, sowie meiner ganzen Familie.\u00a0<\/span><\/i><i><span lang=\"DE-CH\">Im Dezember 1981 hielt er anl\u00e4sslich der Abdankung meiner Mutter die nachfolgend wiedergegebene, einf\u00fchlsame Rede. Sascha ist seither selber gestorben.<\/span><\/i><\/span><!--more--><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Madja Ruperti wurde am 13. Mai 1903 in Moskau geboren. Am 5. Dezember l98l, am vergangenen Samstag, ist sie hier in Basel im Clara-Spital gestorben. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Als Kind besuchte sie in Moskau eine deutsche Schule, und in der Revolutionszeit &#8211; damals bereits ein junges M\u00e4dchen &#8211; floh sie mit ihrer Familie nach Dresden. 1923 &#8211; also mit zwanzig Jahren &#8211; heiratete sie dort Andr\u00e9 Ruperti, den sie seit ihrer Kindheit kannte, denn ihre und seine Familie waren eng miteinander verbunden gewesen.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Andr\u00e9 war als junger russischer Offizier aus dem B\u00fcrgerkrieg nach Deutschland gekommen und begann in Dresden Chemie zu studieren. Madja gab ihm Deutschunterricht. Zwischen 1924 und 1928 wurden Ivan, Marischa und Karin Ruperti geboren Nach Beendigung seines Studiums zog Andr\u00e9 1928 mit seiner jungen Familie nach Kanada, um sich dort eine Existenz zu schaffen. Karin wurde dort geboren. Aber bereits ein Jahr sp\u00e4ter wurde er von der Firma CIBA nach Europa zur\u00fcckberufen, und die Familie liess sich 1929 in Basel nieder, wo sie seither ans\u00e4ssig ist, 1935 das B\u00fcrgerrecht erwarb und wo Andr\u00e9 bis zu seiner Pensionierung als Chemiker arbeitete. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Diese biographischen Daten mit Farbe zu erf\u00fcllen und \u00fcber das Leben Madjas in dieser Zeit zu berichten, vermag ich nicht &#8211; erstens weil ich dar\u00fcber nichts &#8211; oder nur wenig weiss, und zweitens weil dies alles in einer Autobiographie nachzulesen sein wird, die Andre Ruperti zur Zeit schreibt und die er Madjas und seinen Freunden sicher zug\u00e4nglich machen wird. Es bedarf jedoch nicht viel Phantasie, sich vorzustellen dass das Leben f\u00fcr eine junge Frau mit drei Kindern in der Emigration schwer und opfervoll gewesen sein muss. Dass sich Madja trotzdem &#8211; oder gerade deswegen &#8211; &#8222;selbstverwirklicht&#8220; und &#8222;emanzipiert&#8220; hat, um hier zwei Modeausdr\u00fccke aufzugreifen, sagt etwas \u00fcber ihre Natur aus und \u00fcber ihren Willen, das , Leben in den Griff zu bekommen. Doch dar\u00fcber wird noch zu sprechen sein. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die Familie lebte in den dreissiger und vierziger Jahren in Arlesheim und besass, ein kleines Sommerhaus in Porto Ronco &#8211; Ausgangspunkt des sp\u00e4teren Lebens im Tessin, den Madja <\/span><span class=\"s1\">besonders liebte. Nachdem sie jahrelang f\u00fcr sich und die Familie gen\u00e4ht hatte, begann sie Ende der dreissiger Jahre zu photographieren &#8211; dies nicht etwa nur als Hobby, sondern mit durchaus professionellen Absichten. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">1945 schenkte Ivan Ruperti seiner Mutter einen Farbkasten, und sie begann Malstunden zu nehmen. Sie hat \u00fcber diese Etappe ihres Lebens selbst etwas schriftlich mitgeteilt: &#8222;Das war der entscheidendste Augenblick in meinem Leben&#8220;, schreibt sie. &#8222;Ich versuchte zu malen und stellte fest &#8211; es ging! Ich studierte Kataloge, B\u00fccher, ging in Ausstellungen und reiste oft nach Paris. Immer mehr kam ich so in Ber\u00fchrung mit der Welt der Kunst.&#8220; Und so fand sie &#8211; im Alter von \u00fcber vierzig &#8211; ihre eigentliche Aufgabe und Berufung: Malerin zu sein.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Es ist \u00fcbrigens ein interessantes Ph\u00e4nomen, das in der Kunstgeschichte der letzten hundert Jahre h\u00e4ufig beobachtet werden kann: Frauen, die kreativ werden und sich k\u00fcnstlerisch ausdr\u00fccken m\u00f6chten, w\u00e4hlen den Umweg \u00fcber die Photographie, um endlich zu ihrem eigentlichen Ziel, der Malerei, zu gelangen. Dort eingetroffen, empfinden sie es als Befreiung, das alte, technische Medium verlassen zu d\u00fcrfen, um sich dem neuen, dem wohl wirklich Sch\u00f6pferischen zuwenden zu k\u00f6nnen. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass es f\u00fcr Frauen sehr viel schwieriger ist, sich als &#8222;K\u00fcnstler&#8220; zu definieren, als f\u00fcr M\u00e4nner. Viel st\u00e4rker als der Mann ist die Frau bei kreativen Leistungen gen\u00f6tigt, gegen die eigene Selbstzensur, gegen Abh\u00e4ngigkeiten, Unverstand und Minderwertigkeitsgef\u00fchle anzuk\u00e4mpfen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Ich glaube, dass es wichtig ist, darauf hinzuweisen, dass Madja &#8211; wie andere K\u00fcnstlerinnen auch &#8211; gegen zahllose &#8222;Obwohls&#8220; anmalte. Sie malte, o b w o h l<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>sie drei Kinder geboren und aufgezogen hat; o b w o h l<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>sie einen Mann zu versorgen und grossen Haushaltungen vorzustehen hatte , o b w o h l<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>sie nicht die M\u00f6glichkeit hatte, eine Akademie zu besuchen, <\/span><span class=\"s1\">o b wo h l<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>es f\u00fcr sie als Frau schwieriger war, Ausstellungen zu bekommen, und o b wo h l<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>es f\u00fcr sie unangenehm sein musste, sich selbst anzupreisen und zu managen. &#8211; Aber zur\u00fcck zur Biographie. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Weitere Stationen in Madjas Leben waren 1957 der Kauf eines Hauses in Incella bei Brissago; sp\u00e4ter &#8211; nach der Pensionierung Andr\u00e9s &#8211; der Bau eines neuen Hauses, ebenfalls in Incella; und schliesslich, Mittte der siebziger Jahre, der Kauf und Umbau einer Villa am Ortasee in Italien. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Da sich Madja und Andr\u00e9 in diesem letzten Haus nicht so wohl f\u00fchlten, wie sie gehofft und angenommen hatten, zogen sie vor anderthalb Jahren zur\u00fcck nach Basel, in ein Altersheim, und Madja hat die kleine Dachwohnung und das Leben in der Stadt bis zu ihrem Eintritt ins Krankenhaus am 19. Oktober sehr genossen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Diese Lebensstationen &#8211; von mir spr\u00f6de und l\u00fcckenhaft aufgelistet, weil Brauch und Sitte ihre Erw\u00e4hnung verlangen &#8211; k\u00f6nnen in der Tat kein Pers\u00f6nlichkeitsbild geben, sondern stellen allenfalls einen \u00e4usserst groben Raster dar, der die Umrisse einer Pers\u00f6nlichkeit mehr ahnen als erkennen l\u00e4sst. Es ist also sehr viel mehr und vor allem auch ganz anderes zu sagen, um Madja erinnernd zu beschreiben und etwas \u00fcber sie mitzuteilen. Dass solche Beschreibung pers\u00f6nlich und subjektiv, also wiederum vorl\u00e4ufig und unzuverl\u00e4ssig bleiben muss, versteht sich von selbst. Trotzdem soll der Versuch gemacht werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Meine erste und letzte Begegnung mit Madja \u00e4hneln sich. Beide Male machte mir vor allem ihr Sinn f\u00fcr Effekte Eindruck. An den Anlass der ersten Begegnung erinnere ich mich nicht mehr &#8211; ich weiss nur, dass ein gr\u00f6sserer Kreis von Menschen dabei anwesend war und dass &#8220; Madja einen gewaltigen Ring trug, der &#8211; wie ich sp\u00e4ter lernte &#8211; aus Glas und Eisen bestand und ein Modell war, das eine Enkelin angefertigt und ihr geschenkt hatte. In meiner Erinnerung sehe ich nur die Hand <\/span><span class=\"s1\">mit diesem Ring: S\u00e4tze unterstreichend, Signale gebend, Einw\u00e4nde vom Tisch wischend oder sich vor das lachende Gesicht legend. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Das letzte Mal habe ich Madja vor etwa drei Wochen im Spital gesehen. Sie war klein geworden und sah angestrengt, gequ\u00e4lt und herzzerreissend aus; aber ihr Sinn f\u00fcr Effekte hatte nicht gelitten. Sie liess sich ihren feuerroten Bademantel \u00fcber das Bett legen, drapierte am Kragen <\/span><span class=\"s1\">ein schwarz-weisses Wolltuch als Hermelinkragen und lag da wie eine sch\u00f6ne, alte, kranke K\u00f6nigin. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Nun mag manch einer die Erw\u00e4hnung solcher Eindr\u00fccke als \u00fcberfl\u00fcssig und sogar unpassend empfinden. Ich bin anderer Meinung. Das Arrangieren wirkungsvoller Effekte war eine von Madjas grossen Begabungen, die ihr \u00c4usseres, ihre Umgebung, ihre H\u00e4user und auch ihre Bilder gepr\u00e4gt <\/span><span class=\"s1\">hat &#8211; und niemand nenne dies oberfl\u00e4chlich. Rodin hat dazu einmal gesagt: &#8222;Die Kunst ist die Sprache des sch\u00f6pferischen Menschen, und der blendende Effekt ist in dieser Sprache eine wichtige Vokabel.&#8220; Rodin versteht den Effekt also als ein Mittel und nicht als Selbstzweck.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Effekthascherei und pures Eindruckschinden sind auf die Dauer langweilig, denn wer Erwartungen weckt, muss irgendwann auch versuchen, ihnen zu entsprechen. Madja hat das sehr genau gewusst. Wer ihre Bilder betrachtet, wird feststellen k\u00f6nnen, dass er zwar zuallererst von den Farben und ihren geschickten und dekorativen Kombinationen angezogen wird, um sodann aber mit Materialien, Techniken, R\u00e4umen und Strukturen konfrontiert zu werden, mit denen er nicht gerechnet hatte. Sie verwirren und \u00fcberzeugen zugleich, weil sie in hohem Masse k\u00fcnstlich sind und zugleich seltsam nat\u00fcrlich. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">In fast allen Bildern Madjas kommen Materialien oder optische Ideen vor, die von der Erde genommen sind und aus realen Landschaften in die Landschaften der Phantasie transferiert wurden, um hier &#8211; ohne ihren Ursprung zu verleugnen &#8211; neue Bedeutungen zu signalisieren und zu gewinnen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Und damit bin ich bei etwas, was den k\u00fcnstlerischen Ausdruck dieser Bilder ganz wesentlich bestimmt und f\u00fcr Madja selbst charakteristisch zu sein schien: n\u00e4mlich die sehr instinktive Beziehung zur Erde, zum Raum, zu Wasser, Steinen und Pflanzen. Ich glaube, dass dies etwas mit Russland zu tun hat. Auch in den Werken der russischen Kunst finden wir \u00fcberall die starke Beziehung zur Landschaft und die Pr\u00e4gung des Menschen durch die Landschaft, die selbst dort noch zum Ausdruck kommt, wo Landschaft gar nicht direkt das Thema ist. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Diese Beziehung zum Nat\u00fcrlichen ist vielen von uns abhanden gekommen &#8211; auch vielen K\u00fcnstlern leider-, und dort, wo wir sie wiederfinden, erleben wir sie mit \u00dcberraschung und Erleichterung, denn das, was uns verloren schien, ist ja in Wahrheit noch vorhanden: tagt\u00e4glich um uns herum, und eben auch in diesen Bildern. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Madja hat selbst einmal gesagt: &#8222;Mein st\u00e4rkster Eindruck war die farbige W\u00fcste in Peru, der unendlich weite Horizont. Eigentlich ist in allen meinen Bildern immer die Vision davon vorhanden. Wenn ich male, sind oft Formen und Farben aus der Natur, die in meiner Erinnerung <\/span><span class=\"s1\">lebendig geblieben sind, der Ausgangspunkt.&#8220; <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Diese \u00dcberlegung geht \u00fcber den optischen Effekt, das kompositorische Kalk\u00fcl hinaus und sucht in Farbe und Form den Sinn. Damit gelangen wir zu einem weiteren un\u00fcbersehbaren Merkmal der Bilder, das ebenfalls etwas \u00fcber die Malerin mitzuteilen vermag. Abgesehen von den Anf\u00e4ngen und ersten Jahren, in denen Blumenst\u00fccke, Landschaftsbilder und Stillleben entstanden, sind alle Bilder seit den sp\u00e4ten f\u00fcnfziger Jahren abstrakt &#8211; eine Eigenschaft, die dem Wesen der Malerin auf den ersten Blick zu widersprechen scheint. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Abstrakte Kunst ist eine fragende Kunst und keine antwortende, wie ja \u00fcberhaupt die moderne Kunst &#8211; auch wenn sie konkret ist &#8211; Fragen stellt und Antworten verweigert. Darum tun sich so viele Menschen schwer mit ihr, denn jahrtausendelang hat die Kunst &#8211; im Verein mit Religion und Philosophie &#8211; die Welt zu deuten und zu erl\u00e4utern versucht, schuf sie Harmonie statt Chaos. Dies hat sich in unserem Jahrhundert ge\u00e4ndert; der K\u00fcnstler als Seismograph seiner Umgebung kann <\/span><span class=\"s1\">&#8211; will er ernst genommen werden &#8211; die K\u00e4lte, Kompliziertheit, Unordnung und Brutalit\u00e4t des modernen Lebens nicht ignorieren, sondern muss sie in seinem Werk widerspiegeln. Dabei findet er (und mehr und mehr auch sein Publikum) eine neue \u00e4sthetische Befriedigung im Spiel mit ungew\u00f6hnlichen Materialien, elementaren Formen und unvermischten Farben. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Diese R\u00fcckkehr der Kunst zu ihren Anf\u00e4ngen macht es f\u00fcr uns, die wir fast alle noch die Wege des Gewohnten beschreiten, schwer, Echtes von Scharlatanerie, Wertvolles von Wertlosem, Kunst von Nichtkunst zu unterscheiden. Eines der wenigen Hilfsmittel, das sich uns zur Unterscheidung oder zum Erkennen anbietet, ist die pers\u00f6nliche Feststellung, ob ein K\u00fcnstler auf seine Fragen wirklich Antworten sucht oder ob er um des Fragens willen fragt, das heisst, ob sein Chaos Ratlosigkeit bedeutet oder Einfallslosigkeit. Denn eines ist sicher und fast schon ein Allgemeinplatz: Wir sind an einem Punkt unserer geistigen Entwicklung angelangt, wo wir Antworten n\u00f6tiger brauchen als Fragen, und wir m\u00fcssen diese Antworten schnell finden, wenn wir an unseren Fragen nicht zugrunde gehen wollen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Und damit komme ich zur\u00fcck zu Madjas Bildern, das heisst zu ihr selbst. Einer der Gr\u00fcnde, warum ich im Moment hier stehe, ist vermutlich der, dass ich in Gespr\u00e4chen mit Madja verstanden hatte, dass ihre Fragen ernsthaft waren, gelegentlich sogar verzweifelt ernsthaft. Da aber diese Fragen nur selten als Fragen erkennbar waren, sondern meistens aussahen wie ein Bild oder wie ein Haus und gelegentlich den Klang der Forderung hatten, war es f\u00fcr Madja schwierig die erwartete Resonanz zu finden. Ich weiss, dass sie Antworten suchte; da ich sie in <\/span><span class=\"s1\">den letzten zwei Jahren leider nur selten sah, weiss ich nicht, ob sie ihnen n\u00e4hergekommen ist. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Madja Ruperti, eine gute Malerin, hat ihr letztes Bild f\u00fcr die Weihnachtsausstellung der Basler K\u00fcnstler 1981 gemalt. Es heisst &#8222;La cathedrale&#8220; und h\u00e4ngt in der Ausstellung zusammen mit den Bildern ihrer T\u00f6chter Marischa Burckhardt und Karin Schaub. Es ist das erstemal, dass die Auswahljury die Bilder aller drei K\u00fcnstlerinnen gleichzeitig akzeptiert hat. Im n\u00e4chsten Jahr werden Madjas Bilder in Ausstellungen in Basel und in Lausanne gezeigt werden. &#8211; Alles das sind Antworten, wie mir scheint. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">An den Schluss dieser l\u00fcckenhaften Gedanken m\u00f6chte ich Madja diesen letzten Freundschaftsdienst erweisen mit einem Versprechen<\/span><span class=\"s1\">: Unsere Liebe, Verehrung und Freundschaft f\u00fcr Madja und Andr\u00e9 gilt jetzt allein Andr\u00e9. Obwohl wir ihn \u00fcber seinen unersetzlichen Verlust nicht zu tr\u00f6sten verm\u00f6gen, wird Madjas Sorge, dass er allein bleibt, unbegr\u00fcndet sein. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sascha Draeger war ein langj\u00e4hriger Freund von mir, sowie meiner ganzen Familie.\u00a0Im Dezember 1981 hielt er anl\u00e4sslich der Abdankung meiner Mutter die nachfolgend wiedergegebene, einf\u00fchlsame Rede. 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