{"id":1043,"date":"2016-05-15T13:17:49","date_gmt":"2016-05-15T13:17:49","guid":{"rendered":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=1043"},"modified":"2018-02-11T17:32:35","modified_gmt":"2018-02-11T17:32:35","slug":"dusseldorf-und-koln","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ivanruperti.info\/?p=1043","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcnf -Tage-Reise nach D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln 11. \u2013 15. Oktober 2017. Veranstalter: Societ\u00e0 Ticinese di Belle Arti. <strong>Mittwoch, 11. Oktober<\/strong>: Wir m\u00fcssen schon um 4 Uhr aufstehen. Das Treffen am Bahnhof von Lugano ist um 5.10; zu fr\u00fch f\u00fcr das erste B\u00e4hnchen. So haben wir ein Taxi auf 4.45 bestellt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Grazia, die superd\u00fcnne und sehr nette Organisatorin der Reise begr\u00fcsst uns herzlich. Dank meiner Gehst\u00f6cke hat sie uns die vorderste Reihe im Bus reserviert. Nach dem Einchecken in Malpensa geniessen Adalberto und ich ein das Fr\u00fchst\u00fcck, unabh\u00e4ngig von der Gruppe von rund 50 Personen. Abflug nach K\u00f6ln-Bonn um 0855.<\/p>\n<p>Der f\u00fcr uns bestellte Bus bringt uns in fast einer Stunde Fahrt nach D\u00fcsseldorf. In .er Altstadt, in der offenbar historischen, wohlbekannten (auf mich alles andere als einladend wirkenden) Brauerei \u201ezum Schl\u00fcssel\u201c wurde f\u00fcr uns (oh Schreck) ein \u201edeftiges\u201c typisch deutsches Mittagessen reserviert: Bratwurst oder Gulasch und dazu Bier, das &#8211; vom Restaurant durch eine Glass-Wand sichtbar &#8211; gleich hier gebraut wird. Gl\u00fccklicherweise darf ich statt dem eigentlich hier selbstverst\u00e4ndlichen aber von mir verabscheuten Bier, doch ausnahmsweise einen wohlschmeckenden Apfelsaft trinken.<\/p>\n<p>Da ich hungrig bin, gelingt es mir beinahe die H\u00e4lfte der vor mich gestellten Riesenportion wenig einladend aussehender, dunkler, w\u00fcrziger Gulasch-Fleisch-Suppe in mich einzul\u00f6ffeln. Diese Mahlzeit best\u00e4tigt erneut mein Vorurteil gegen charakteristische deutsche Kochkunst. Gl\u00fccklicherweise ist dies die einzige als gemeinsam vorgesehene Mahlzeit w\u00e4hrend der ganzen Reise.<\/p>\n<p>Das \u201eLand\u201c Nordrhein-Westfahlen\u201c hat D\u00fcsseldorf als Hauptstadt, obwohl K\u00f6ln viel \u00e4lter und etwa doppelt so gross ist. Es besteht offenbar eine tiefgreifende Konkurrenz zwischen den beiden St\u00e4dten, so bei dem jeweilig unterschiedlichen Bier usw.<\/p>\n<p>Bei der Verlegung einer Zentrale von Mitsubishi nach D\u00fcsseldorf siedelten sich hier viele Japaner an. Wir wohnen inmitten des als \u201eLittle Tokio\u201c genannten Stadtteil. Unter Hotel hat den seltsamen Namen \u201eMe an all\u201c, vermutlich eine \u00dcbersetzung aus dem Japanischen.<\/p>\n<p>Zur selber japanischen Kette geh\u00f6ren Hotels mit dem gleichen Namen auch in anderen deutschen St\u00e4dten. Dasjenige in D\u00fcsseldorf nimmt ein Hochhaus von 11 Stockwerken ein. Ganz oben ist der Fr\u00fchst\u00fccksraum, der eine grossartige Aussicht bietet \u00fcber die Stadt (und ein sehr \u00fcppiges Fr\u00fchst\u00fcckt &#8211; auch f\u00fcr G\u00e4ste, die nicht im Hotel \u00fcbernachten).<\/p>\n<p>Unser sehr angenehmes, durchwegs weisses Zimmer ist nur durch eine wandbreite, von hinten beleuchtete Farbfotografie geschm\u00fcckt, auf der reich bl\u00fchende \u00c4ste japanischer Kirschen abgebildet sind.<\/p>\n<p><strong> Donnerstag, 12. Oktober<\/strong>: D\u00fcsseldorf ist benannt nach dem nur 50 km kurzen Fluss D\u00fcssel, der hier in den Rhein m\u00fcndet.<\/p>\n<p>Am heutigen Vormittag sehen wir die moderne Geb\u00e4ude von teilweise ber\u00fchmten Architekten (Gehry) die sich entlang dem Rheinufer erstrecken. Von hier wurde fr\u00fcher die Kohle aus dem Ruhr-Gebiet verschifft. Eines der neuen Hochh\u00e4user wird von \u00fcberlebensgrossen Kunststoff-M\u00e4nnchen in verschiedenen leuchtenden Farben belebt, die an der Fassade bis zum Dach hinauf klettern.<\/p>\n<p>Wir werden von einem interessanten italienischen K\u00fcnstler begleitet, der viel \u00fcber D\u00fcsseldorf zu erz\u00e4hlen weiss. Anschliessen wind wir zu einem \u00fcppigen Brunch in seinem aus mehreren ehemaligen Kleinwohnungen zusammen gebauten Wohn-Atelier eingeladen.<\/p>\n<p>Den Nachmittag verbringen wir auf der Insel Hombroich. Das mit vielen Teichen geschm\u00fcckte, reizvolle Naturschutz-Gebiet hat eine Reihe von Kunst-Bauten. Darin ist ein Gewirr von modernen Kunstwerken zu sehen. Sie sind untermischt mit Skulpturen aus fremden Kulturen. Das alles ist einfach hingestellt ohne Beschriftungen. Die Kunst soll ohne irgendwelchen Erkl\u00e4rungen (Namen oder Herkunft) von selber wirken \u2013 kann es aber so anonym pr\u00e4sentiert doch nicht in befriedigender Weise tun.<\/p>\n<p>Anschliessend besuchen wir die Sammlung japanischer und afrikanischer Kunst des Ehepaars Langen. Daf\u00fcr liessen die Stifter einen langestreckten Museumsbau vom japanischen Architekten Tadao Ando errichten. Man erreicht das interessante Museum in einem kurzen Spaziergang entlang einem k\u00fcnstlich angelegten Teich auf der einen und einer Allee von japanischen Kirschb\u00e4umen auf der anderen Seite des Weges.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 13. Oktober<\/strong>: Am Vormittag mache ich mit Adalberto &#8211; unabh\u00e4ngig von der Gruppe &#8211; einen langen Spaziergang. Dabei bestaunen wir erneut den gewundenen, bemerkenswerten Riesenbau von Liebeskind (von dem auch der nach 9\/11 Neubau in New York stammt). Der bemerkenswerte Komplex \u00e4usserlich unterschiedlich gestalteter Bauten schl\u00e4ngelt sich entlang dem Flussufer. Das hatten wir gestern mit der Gruppe nur schnell und nur von einer Seite sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4teren Nachmittag Zimmerbezug im Qvest-Hotel, benannt nach der gleichnamigen Design-Zeitschrift. Als das Ende des 19. Jahrhundert im Neo-gotischen Stil erbaute Staatsarchiv zu klein geworden war, wurde es zu einem sehr originell wirkenden Hotel umgewandelt. Die Inneneinrichtung ist konsequent im B auhaus-Stil gestaltet, mit M\u00f6beln im Design von Eames, Breuer, Colombo. In der Eingangshalle wird die gotische Spitzbogen-Decke von S\u00e4ulen gest\u00fctzt. Einen spannenden Gegensatz bildet dazu die Riesenlampe von Fortuny, die den Raum erhellt.<\/p>\n<p>Schmackhaftes Abendessen in einem chinesischen Restaurant.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 14. Oktober<\/strong>: Nach dem \u00fcppigen, recht ungew\u00f6hnlich pr\u00e4sentierten Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel, sondern wir uns wieder ab und besuchen den Dom. Der riesige, aussen vor Dreck schwarze Dom ist \u00fcbervoll von Touristen und unmittelbar neben diesem Dom wurde der Hauptbahnhof angelegt. Der als UNESCO-Welterbe deklarierte Dom von K\u00f6ln ist von allem was ich auf dieser Deutschlandreise erlebt haben, das was mir am wenigsten gefallen hat.<\/p>\n<p>Mit einem Taxi fahren wir zum ausgedehnten Botanischen Garten. Unter anderem hat es dort eine von der internationalen Kamelien-Vereinigung pr\u00e4mierte, umfangreiche Sammlung von Kamelien.<\/p>\n<p>Zuletzt geniessen wir ein sehr gutes und trotzdem preiswertes Picknick, das man sich selber nach Lust und Laune zusammenstellen kann aus einem reichhaltigen, in Gl\u00e4sern vorverpackten Angebot. Man bekommt eine bequeme Tasche mit Besteck und Trinkgl\u00e4sern in der man die Speisen wegtr\u00e4gt und kann dann essen wo man es am Sch\u00f6nsten findet.<\/p>\n<p>Gleich gegen\u00fcber dem Botanischen Garten liegt der grosse Zoologische Garten, den wir am Nachmittag ausgiebig besuchen.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 5. Oktober<\/strong>: Zuerst besuchen wir gleichzeitig mit der Gruppe das Wallraf-Richartz Museum, nehmen aber nicht teil an der F\u00fchrung.<\/p>\n<p>Den Rest der noch verbleibenden Zeit widmen wir der gestern von den Gruppen-Teilnehmer besuchten, wirklich lohnende Sehensw\u00fcrdigkeit; das Erzbisch\u00f6fliche Museum. Das im September 2007 an dieser neuen Stelle er\u00f6ffnete Museum tr\u00e4gt nun den Namen Kolumba.<\/p>\n<p>Der moderne Bau des Schweizer Architekten Peter Zumthor umfasst auf raffinerte Weise auch einige noch erhalten gebliebenen Teilen einer im zweiten Weltkrieg weitgehend zerst\u00f6rten Kirche und hat deren Namen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Im Kolumba werden j\u00e4hrlich komplett neue Ausstellungen gestaltet. Dabei werden in jedem der S\u00e4le nur einige wenige der zahllosen kirchlichen historischen Sch\u00e4tze des Museums gezeigt und jeweils modernen Kunstwerken gegen\u00fcber gestellt.<\/p>\n<p>Um 16h00 bringt uns der Bus zum Flughafen. Etwa um 20 Uhr landen wir in Malpensa und sind gegen 23 Uhr wieder zu Hause. Es war eine lohnende, sehr angenehm Reise. Dabei hatten wir grosses Gl\u00fcck mit ungew\u00f6hnlich warmem, durchweg sonnigem Oktober-Wetter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcnf -Tage-Reise nach D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln 11. \u2013 15. Oktober 2017. Veranstalter: Societ\u00e0 Ticinese di Belle Arti. Mittwoch, 11. Oktober: Wir m\u00fcssen schon um 4 Uhr aufstehen. Das Treffen am Bahnhof von Lugano ist um 5.10; zu fr\u00fch f\u00fcr das erste B\u00e4hnchen. So haben wir ein Taxi auf 4.45 bestellt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-1043","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wozu-diese-website"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1043"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1043\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1056,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1043\/revisions\/1056"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/ivanruperti.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}